Grundrechenarten

Arithmetik & Algebra Klasse 5, 6
  • Warum ist \(2+3\cdot 4\) nicht \(20\), sondern \(14\)?
  • Wie rechnet man \(19\cdot 7\) im Kopf, ohne schriftlich zu rechnen?
  • Woran erkennt man ohne Taschenrechner, dass 4 728 durch 3 teilbar ist?

Themen in diesem Bereich

Grundrechenarten

Es gibt vier Grundrechenarten:

Übersicht

Merkhilfe für Subtraktion und Division

Die Reihenfolge der Operanden ist dieselbe wie im Alphabet. Also erst der Minuend, dann der Subtrahend. Und genauso: Erst der Dividend, dann der Divisor.

Eigenschaften

  • Addition und Multiplikation sind kommutativ, assoziativ und verhalten sich distributiv zueinander.

  • Achtung: Subtraktion und Division sind beide weder assoziativ noch kommutativ.

Punkt vor Strich

Werden in einem Ausdruck mehrere verschiedene Grundrechenarten gemischt (z.B. in \(1+2\cdot3-8:4\)⁣), gilt die Regel "Punkt vor Strich": es werden zuerst die Multiplikation und Division ("Punkt") und danach die Addition und Subtraktion ("Strich"):

Beispiel

Punkt- vor Strichrechnung erklärt

In diesem Video wird die Punkt- vor Strichrechnung sehr ausführlich erklärt.

Erklärung von Serlo Education e. V., lizenziert unter CC BY-SA 4.0 – Original bei Serlo, CC BY-SA 4.0, übernommen am 2026-09-03.

Schlau Fassung

Die vier Grundrechenarten

  • Addition (\(+\)) und Subtraktion (\(-\)) sind Gegenspieler, ebenso Multiplikation (\(\cdot\)) und Division (\(:\)). Jede Rechnung lässt sich mit der Gegenrechnung überprüfen – das ist die einfachste Probe, die es gibt.
  • Punkt vor Strich: Multiplikation und Division werden vor Addition und Subtraktion ausgerechnet. Klammern gehen allem vor. \(2+3\cdot 4 = 2+12 = 14\), aber \((2+3)\cdot 4 = 20\).
  • Rechengesetze sparen Arbeit: Vertauschen (\(a+b=b+a\), \(a\cdot b=b\cdot a\)), Zusammenfassen (\((a+b)+c = a+(b+c)\)) und Ausklammern (\(a\cdot(b+c) = a\cdot b + a\cdot c\)).
  • Vorteilhaft rechnen heißt, die Zahlen erst passend zu machen: \(19\cdot 7 = 20\cdot 7 - 7 = 140-7 = 133\).
  • Teiler und Vielfache: 3 ist ein Teiler von 12, weil \(12:3\) ohne Rest aufgeht; 12 ist ein Vielfaches von 3. Teilbarkeitsregeln: durch 2 teilbar, wenn die letzte Ziffer gerade ist; durch 5, wenn sie 0 oder 5 ist; durch 10, wenn sie 0 ist; durch 3, wenn die Quersumme durch 3 teilbar ist.
  • Überschlagen heißt: runden, dann rechnen. Es liefert keine genaue Antwort, aber es verrät sofort, ob ein Ergebnis überhaupt stimmen kann.

Aufgaben

  1. Berechne: (a) \(7+5\cdot 6\) (b) \((7+5)\cdot 6\) (c) \(48:6+4\cdot 3\).
    Lösung(a) \(7+30=37\) · (b) \(12\cdot 6=72\) · (c) \(8+12=20\).
  2. Rechne vorteilhaft im Kopf: (a) \(4\cdot 17\cdot 25\) (b) \(98+47\).
    Lösung(a) \(4\cdot 25 = 100\), also \(100\cdot 17 = 1700\). (b) \(100+47-2 = 145\).
  3. Prüfe ohne Taschenrechner, ob 4 728 durch 2, 3, 5 und 10 teilbar ist.
    LösungLetzte Ziffer 8 → durch 2 teilbar, nicht durch 5 und nicht durch 10. Quersumme \(4+7+2+8 = 21\), und 21 ist durch 3 teilbar → also auch 4 728.
  4. Ein Einkauf: 3 Packungen zu 2,49 €, 2 Flaschen zu 1,19 €. Überschlage zuerst, rechne dann genau.
    LösungÜberschlag: \(3\cdot 2{,}50 + 2\cdot 1{,}20 = 7{,}50+2{,}40 = 9{,}90\) €. Genau: \(7{,}47+2{,}38 = 9{,}85\) €.

Weiterführende Aufgaben

  1. Finde eine Teilbarkeitsregel für 9 und begründe sie mit derselben Idee wie bei der 3. Prüfe sie an fünf selbst gewählten Zahlen.
  2. Erfinde eine Zahlenmauer, deren oberster Stein 100 ist. Wie viele verschiedene Grundreihen findest du?

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