Rhetorische Mittel
Sprache und Grammatik
Klasse 8, 9, 10
- Warum reicht es nicht, eine Metapher zu finden und zu benennen?
- Wie beschreibt man die Wirkung eines Bildes?
- Wo begegnen einem rhetorische Mittel außerhalb von Gedichten?
Themen in diesem Bereich
Schlau Fassung
Rhetorische Mittel
- Sprachliche Mittel sind Werkzeuge, keine Vokabeln. Sie erzeugen eine Wirkung: Sie machen etwas anschaulich, betonen es, verbinden es mit einem Gefühl oder lenken die Aufmerksamkeit.
- ⛔ Der häufigste Fehler in Klassenarbeiten: „In Zeile 4 steht eine Metapher.“ Das ist eine Beobachtung, keine Analyse. Verlangt ist immer der Dreischritt Benennen – Belegen – Deuten: Welches Mittel? Wo genau? Was bewirkt es hier?
- Bildliche Mittel: Vergleich (mit wie), Metapher (ohne wie), Personifikation (Unbelebtes handelt), Symbol (ein Ding steht für eine Idee).
- Mittel der Betonung: Wiederholung, Anapher (gleicher Anfang), Parallelismus (gleicher Bau), Klimax (Steigerung), Alliteration (gleicher Anlaut).
- Mittel der Zuspitzung: rhetorische Frage, Ironie, Übertreibung (Hyperbel), Untertreibung, Gegensatz (Antithese).
- Nicht nur in Gedichten: Werbung, Reden, Zeitungsüberschriften und Social-Media-Posts arbeiten mit denselben Mitteln – dort dienen sie dem Überzeugen. Sie zu erkennen, ist deshalb auch Medienkompetenz.
Aufgaben
- Vergleich oder Metapher: „Sein Herz ist aus Stein.“?
Lösung
Metapher – es fehlt das „wie“; das Bild wird direkt gesetzt. - Wie lautet der Dreischritt bei der Analyse?
Lösung
Benennen – Belegen (Zeile) – Deuten (Wirkung). - Warum sind rhetorische Mittel auch ein Thema der Medienkompetenz?
Lösung
Werbung und Reden nutzen sie zum Überzeugen; wer sie erkennt, durchschaut die Absicht.
Weiterführende Aufgaben
- Nehmt eine Werbeanzeige und benennt drei Mittel – jeweils mit Beleg und Wirkung. Was soll man fühlen, was soll man tun?