Indirekte Rede

Sprache und Grammatik Klasse 8, 9
  • Warum wird in Zeitungen der Konjunktiv benutzt?
  • Was ändert sich beim Umformen von direkter zu indirekter Rede?

Themen in diesem Bereich

Schlau Fassung

Indirekte Rede

  • In der direkten Rede wird wörtlich zitiert – mit Anführungszeichen: Er sagte: „Ich habe keine Zeit.“
  • In der indirekten Rede wird die Aussage wiedergegeben, ohne sie zu übernehmen: Er sagte, er habe keine Zeit.
  • Dabei ändern sich drei Dinge: die Person (ich → er), die Verbform (Konjunktiv I) und oft Zeit- und Ortsangaben (heute → an jenem Tag, hier → dort).
  • Die Anführungszeichen fallen weg, der Doppelpunkt wird zum Komma.
  • Warum das in Zeitungen wichtig ist: Der Konjunktiv zeigt, dass die Zeitung eine Aussage wiedergibt und nicht selbst behauptet. Wer ihn weglässt, macht sich die Aussage zu eigen.
  • Auch in der Schule gilt das: In einer Inhaltsangabe oder einem Referat gibt man fremde Aussagen indirekt wieder.

Aufgaben

  1. Setze in die indirekte Rede: Sie sagte: „Ich komme morgen.“
    LösungSie sagte, sie komme am nächsten Tag.
  2. Was ändert sich an „Wir sind hier schon lange“?
    Lösung„… sie seien dort schon lange“ – Person, Verbform und Ortsangabe.
  3. Warum schreibt eine Zeitung „Der Minister sagte, die Lage sei ernst“ und nicht „ist ernst“?
    LösungSie gibt wieder, ohne die Einschätzung selbst zu übernehmen.

Weiterführende Aufgaben

  1. Nimm ein kurzes Interview und schreibe es vollständig in indirekte Rede um.
  2. Suche eine Nachricht, in der Konjunktiv und Indikativ wechseln. Was behauptet die Redaktion selbst?

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