Aktiv & Passiv

Sprache und Grammatik Klasse 7, 8
  • Wann schreibt man im Passiv?
  • Wie erkennt man ein Passiv sicher?

Themen in diesem Bereich

Schlau Fassung

Aktiv und Passiv

  • Im Aktiv steht der Handelnde im Mittelpunkt: „Der Hausmeister repariert die Tür.“
  • Im Passiv steht die Handlung selbst im Mittelpunkt: „Die Tür wird repariert.“ Wer es tut, kann genannt werden („von dem Hausmeister“) – muss aber nicht.
  • Gebildet wird das Passiv mit werden + Partizip II. Genau daran erkennt man es.
  • Wann Passiv sinnvoll ist: wenn der Handelnde unbekannt, unwichtig oder bewusst ungenannt ist – in Anleitungen, Vorgangsbeschreibungen, Versuchsprotokollen, Gesetzen, Nachrichten.
  • Wann nicht: in Erzählungen und überall dort, wo es lebendig zugehen soll. Zu viel Passiv wirkt bürokratisch und verschweigt Verantwortung.
  • Umwandlung: Das Akkusativobjekt des Aktivsatzes wird zum Subjekt des Passivsatzes.

Aufgaben

  1. Setze ins Passiv: „Die Klasse schreibt einen Test.“
    Lösung„Ein Test wird (von der Klasse) geschrieben.“
  2. Setze ins Aktiv: „Das Fahrrad wurde gestohlen.“
    LösungNur möglich, wenn man jemanden ergänzt: „Jemand stahl das Fahrrad.“ – genau darum steht hier das Passiv.
  3. Warum steht in einem Versuchsprotokoll meist das Passiv?
    LösungWeil der Vorgang zählt, nicht die Person, die ihn durchführt.

Weiterführende Aufgaben

  1. Suche in einem Behördenschreiben alle Passivformen. Wer bleibt darin ungenannt – und warum ist das ein Problem?
  2. Schreibe eine Bedienungsanleitung einmal im Aktiv und einmal im Passiv. Welche liest sich besser?

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