Vergleich und Metapher
Sprache und Grammatik
Klasse 8
- Woran unterscheidet man beide mit einem Blick?
- Warum wirkt eine Metapher stärker als ein Vergleich?
Schlau Fassung
Vergleich und Metapher
- Der Vergleich nennt beide Seiten und das Bindewort: Er ist stark wie ein Bär. Das wie ist das sichere Erkennungsmerkmal.
- Die Metapher lässt das Bindewort weg und setzt das Bild direkt: Er ist ein Bär. Zwei Bereiche werden ineinandergeschoben, ohne dass jemand sagt, dass es nur ein Bild ist.
- Deshalb wirkt sie stärker: Sie behauptet, statt zu vergleichen. Die Leserin muss den Bezug selbst herstellen – und was man selbst herstellt, wirkt länger.
- Bei der Deutung immer fragen: Welche Eigenschaft wird übertragen? Beim Bären die Kraft – nicht das Fell, nicht der Winterschlaf. Genau diese Auswahl ist die Aussage.
- Tote Metaphern merkt niemand mehr: Tischbein, Flaschenhals, am Fuß des Berges. Sie zeigen, wie tief bildliche Sprache im Alltag steckt.
- Vorsicht beim Bildbruch: „Wir müssen den Stier bei den Hörnern packen und das Ruder herumreißen“ mischt zwei Bilder – das wirkt unfreiwillig komisch.
Aufgaben
- Vergleich oder Metapher: „Ihre Augen sind wie Sterne.“?
Lösung
Vergleich – wegen „wie“. - Mache daraus eine Metapher.
Lösung
Ihre Augen sind Sterne. - Welche Eigenschaft überträgt „Er ist ein Fuchs“?
Lösung
Schlauheit – nicht Fell, Farbe oder Lebensraum.
Weiterführende Aufgaben
- Sammelt zehn tote Metaphern aus dem Alltag (Körperteile an Gegenständen sind eine gute Fundgrube) und erklärt jeweils die Übertragung.