Beschreiben

Texte schreiben Klasse 5, 6
  • Warum steht in einer Beschreibung kein „schön“ und kein „toll“?
  • In welcher Reihenfolge beschreibt man, damit die Leserin es sich vorstellen kann?
  • Wieso steht eine Beschreibung im Präsens?

Themen in diesem Bereich

Schlau Fassung

Beschreiben

  • Eine Beschreibung erzeugt ein Bild im Kopf. Wer sie liest, soll den Gegenstand wiedererkennen, den Weg finden oder den Vorgang nachmachen können – ohne ihn je gesehen zu haben. Das ist der Maßstab, an dem sie gemessen wird.
  • Sachlich, nicht wertend. „Ein schöner Rucksack“ hilft niemandem. „Ein dunkelblauer Rucksack mit zwei Seitentaschen und einem roten Reißverschluss“ hilft. Persönliche Meinungen gehören nicht hinein.
  • Immer eine Ordnung wählen und sie durchhalten: von oben nach unten, von außen nach innen, vom Großen zum Kleinen – oder bei einem Vorgang in der Reihenfolge der Schritte. Wer springt, verliert den Leser.
  • Präsens und dritte Person. Eine Beschreibung gilt immer, nicht nur gestern: „Der Rucksack hat zwei Taschen“, nicht „hatte“.
  • Treffende Wörter statt vieler Wörter. Genaue Adjektive (dunkelblau, oval, rau) und genaue Verben (gießen, wenden, drücken) machen den Text kürzer und deutlicher zugleich.
  • Vier Sorten kommen im Unterricht vor: Gegenstand, Person, Vorgang und Weg. Sie unterscheiden sich nicht im Ton, sondern in der Ordnung.

Aufgaben

  1. Was ist an diesem Satz falsch: „Das Fahrrad ist echt cool und ziemlich neu.“?
    LösungEr wertet („cool“) und bleibt ungenau „ziemlich neu“). Besser: „Das Fahrrad ist schwarz, hat einen silbernen Gepäckträger und keine Kratzer.“
  2. Nenne drei mögliche Ordnungen für eine Beschreibung.
    LösungVon oben nach unten, von außen nach innen, vom Großen zum Kleinen – bei einem Vorgang die Reihenfolge der Schritte.
  3. Warum steht eine Beschreibung im Präsens?
    LösungWeil sie einen Zustand angibt, der allgemein gilt und nicht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Weiterführende Aufgaben

  1. Beschreibt einen Gegenstand aus dem Klassenraum so genau, dass die anderen ihn erraten – ohne seinen Namen zu nennen.

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