Vorgänge beschreiben
Texte schreiben
Klasse 5, 6
- Warum steht eine Vorgangsbeschreibung im Präsens und unpersönlich?
- Woran merkt man, dass ein Schritt fehlt?
Schlau Fassung
Vorgänge beschreiben
- Eine Vorgangsbeschreibung ist eine Anleitung: Rezept, Bastelanleitung, Spielregel, Versuchsbeschreibung. Sie ist gelungen, wenn jemand sie ausführen kann, ohne nachzufragen.
- Der Aufbau: zuerst das Ziel („Was entsteht?“), dann das Material vollständig, dann die Schritte in der richtigen Reihenfolge, zuletzt ein Hinweis auf das Ergebnis.
- Präsens und unpersönlich: „Man gibt …“ oder „Der Teig wird gerührt“ – nicht „ich habe gerührt“. Die Anleitung gilt für jeden, der sie liest.
- Zeitliche Signalwörter ordnen die Schritte: zuerst, danach, anschließend, sobald, zuletzt. Sie ersetzen die Nummerierung nicht, sie ergänzen sie.
- Genaue Mengen und Zeiten gehören dazu: „drei Minuten“ statt „kurz“, „200 Gramm“ statt „etwas“.
- Die Probe: jemand anderes führt den Text aus. Wo er stockt, fehlt ein Schritt oder eine Angabe – das ist die einzige verlässliche Prüfung.
Aufgaben
- Warum schreibt man „man gibt“ statt „ich gebe“?
Lösung
Die Anleitung gilt allgemein, nicht nur für eine bestimmte Person. - Nenne vier zeitliche Signalwörter.
Lösung
Zuerst, danach, anschließend, zuletzt (auch: sobald, währenddessen). - Was fehlt hier: „Man rührt alles um und backt es.“?
Lösung
Material, Mengen, Temperatur und Zeit – der Schritt ist nicht ausführbar.
Weiterführende Aufgaben
- Schreibt die Anleitung für etwas ganz Alltägliches (Schuhe binden, Butterbrot schmieren). Eine andere Person führt sie wörtlich aus – und nur das.