Zufallsgrößen & Erwartungswert

Stochastik Klasse 9, 10
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Ergebnis und einer Zufallsgröße?
  • Warum kann der Erwartungswert ein Wert sein, der nie eintritt?
  • Wie beurteilt man mit ihm ein Spiel?

Themen in diesem Bereich

Schlau Fassung

Zufallsgrößen und Erwartungswert

  • Eine Zufallsgröße \(X\) ordnet jedem Ergebnis eine Zahl zu. Beim Wurf zweier Würfel ist das Ergebnis ein Zahlenpaar, die Zufallsgröße „Augensumme“ macht daraus eine einzige Zahl zwischen 2 und 12.
  • Die Wahrscheinlichkeitsverteilung listet zu jedem möglichen Wert seine Wahrscheinlichkeit. Ihre Summe ist immer 1 – das ist zugleich die beste Rechenkontrolle.
  • Der Erwartungswert ist der auf lange Sicht zu erwartende Durchschnitt: \(E(X) = \sum x_i \cdot P(X = x_i)\). Jeder Wert wird mit seiner Wahrscheinlichkeit gewichtet.
  • Er muss kein möglicher Wert sein. Beim Würfel ist \(E(X) = 3{,}5\), obwohl niemand je 3,5 würfelt. Der Erwartungswert beschreibt den Durchschnitt vieler Versuche, nicht ein einzelnes Ergebnis.
  • Ein Spiel heißt fair, wenn der erwartete Gewinn null ist. Bei Lotterien und Spielbanken ist er systematisch negativ – genau daraus entsteht der Gewinn des Anbieters.

Aufgaben

  1. Berechne den Erwartungswert der Augenzahl eines Würfels.
    Lösung\(\frac{1+2+3+4+5+6}{6} = 3{,}5\).
  2. Warum ist 3,5 kein möglicher Wurf?
    LösungDer Erwartungswert ist ein gewichteter Durchschnitt, kein Ergebnis des Einzelversuchs.
  3. Wann ist ein Spiel fair?
    LösungWenn der Erwartungswert des Gewinns null ist.

Weiterführende Aufgaben

  1. Untersucht ein echtes Glücksspiel (Rubbellos, Lotterie) und berechnet den Erwartungswert je eingesetztem Euro.

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