Graph einer Funktion

Erklärung von Serlo Education e. V., lizenziert unter CC BY-SA 4.0 – Original bei Serlo, CC BY-SA 4.0, übernommen am 2026-09-03.

Der Graph einer Funktion ist eine Zeichnung in der Ebene, die die Funktion visualisiert (= graphisch darstellt).

Er kann formal als die Menge von Punkten gesehen werden, bei denen

  • die x-Koordinate aus dem Definitionsbereich der Funktion ist und
  • die y-Koordinate der Funktionswert der x-Koordinate ist.

Symbole und Mengenschreibweise

Für den Graphen einer Funktion \(f\) schreibt man \(G_f\). Als Menge lässt sich \(G_f\) wie folgt schreiben:

$$G_f=\left\{(x,y)\vert \ x\in D_f\;\mathrm{und}\;y=f(x)\right\}$$

oder

$$G_f=\left\{(x,f(x))\vert \ x\in D_f\right\}$$

Graphen mit einer Wertetabelle zeichnen

Die direkteste Methode, einen Graphen zu zeichnen, ist, möglichst viele Punkte des Graphen zu berechnen. Dies geht so:

  • Eine beliebige Zahl als x-Koordinate wählen
  • x-Koordinate in den Funktionsterm einsetzen
  • das Ergebnis f(x) ist dann die y-Koordinate
  • den Punkt (x, f(x)) in ein Koordinatensystem eintragen

Wenn man einige Punkte des Graphen eingezeichnet hat, kann man den durchgängigen Graphen zeichnen.

Beispiel

$$f(x)=\frac{x^2}2-4$$

Einige Punkte werden hier in eine Wertetabelle eingetragen:

Nun kann man den Graphen zeichnen, indem man sich an diesen Punkten orientiert. Er sieht wie folgt aus.

Geogebra File: https://assets.serlo.org/legacy/1799.xml

Graphen nach Kurvendiskussion zeichnen

Hat man zuvor schon eine Kurvendiskussion der Funktion ausgeführt, ist es ratsam, die wichtigen Punkte (Minima, Maxima, Nullstellen, Wende- und Terrassenpunkte) des Graphen einzuzeichnen. Mit diesen Punkten als Stützstellen und den Grenzwerten gegen  \(\pm\infty\) lässt sich der Graph meistens viel leichter nachzeichnen als mit beliebig ausgewählten Punkten.

Geogebra File: https://assets.serlo.org/legacy/1801.xml

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