Bakterien & Viren
Der Mensch
Klasse 6, 7, 9
- Warum hilft ein Antibiotikum gegen Erkältung nicht?
- Sind Viren Lebewesen?
- Wieso sind nicht alle Bakterien schädlich?
Themen in diesem Bereich
Schlau Fassung
Bakterien und Viren
- ⛔ Der Unterschied entscheidet über die Behandlung. Bakterien sind Lebewesen: eine Zelle, eigener Stoffwechsel, eigene Vermehrung. Viren sind keine: nur Erbinformation in einer Hülle, ohne Stoffwechsel, ohne eigene Vermehrung.
- Deshalb wirken Antibiotika nur gegen Bakterien. Sie greifen die Zellwand oder den Stoffwechsel an – ein Virus hat beides nicht. Gegen eine Erkältung, die von Viren kommt, sind sie wirkungslos.
- Größenordnung: Bakterien sind 1 bis 5 Mikrometer groß und im Lichtmikroskop sichtbar. Viren sind hundertmal kleiner – man braucht ein Elektronenmikroskop.
- Viren brauchen eine Wirtszelle. Sie schleusen ihre Erbinformation ein und lassen die Zelle neue Viren bauen. Deshalb ist ein Virus außerhalb einer Zelle nur ein Partikel.
- Die meisten Bakterien sind nützlich oder harmlos: im Darm helfen sie bei der Verdauung und bilden Vitamine, in der Küche machen sie Joghurt und Käse, in der Kläranlage bauen sie Abwasser ab. Nur wenige Arten machen krank.
- Der Mensch trägt etwa so viele Bakterienzellen wie eigene Zellen – ein Körper ohne sie wäre nicht gesünder, sondern krank.
Aufgaben
- Warum wirkt ein Antibiotikum nicht gegen Viren?
Lösung
Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel und keine Zellwand, die es angreifen könnte. - Nenne zwei Gründe, warum Viren keine Lebewesen sind.
Lösung
Kein eigener Stoffwechsel, keine eigenständige Vermehrung. - Nenne zwei nützliche Aufgaben von Bakterien.
Lösung
Verdauung im Darm, Herstellung von Joghurt und Käse (auch: Abwasserreinigung).
Weiterführende Aufgaben
- Legt eine Tabelle an: Bakterium und Virus im Vergleich – Bau, Größe, Vermehrung, Behandlung, Beispielkrankheit.