Impfen

Der Mensch Klasse 7, 9
  • Wie funktioniert eine Impfung?
  • Was bedeutet Herdenimmunität?

Schlau Fassung

Impfen

  • Eine Impfung übt den Ernstfall. Der Körper bekommt einen ungefährlichen Teil des Erregers – abgeschwächt, abgetötet, nur ein Oberflächeneiweiß oder dessen Bauanleitung. Das Immunsystem bildet Antikörper und Gedächtniszellen.
  • Beim echten Kontakt geht es dann schnell: Die Gedächtniszellen erkennen den Erreger sofort, und die Abwehr steht in Stunden statt in Tagen.
  • Aktive Impfung: Der Körper bildet den Schutz selbst – er braucht Wochen, hält aber Jahre. Passive Impfung: Fertige Antikörper werden gespritzt – wirkt sofort, hält nur kurz. Sie ist die Notfallhilfe nach einer Verletzung.
  • Herdenimmunität: Sind genug Menschen geschützt, findet der Erreger keine Kette mehr. Damit sind auch die geschützt, die nicht geimpft werden können – Säuglinge, Menschen unter Chemotherapie. Bei Masern sind dafür etwa 95 Prozent nötig.
  • Der einzige ausgerottete menschliche Erreger ist das Pockenvirus – 1980 erklärt, allein durch weltweites Impfen.
  • Nebenwirkungen wie Rötung, Müdigkeit oder leichtes Fieber sind Zeichen einer arbeitenden Abwehr; schwere Reaktionen sind sehr selten und werden erfasst.

Aufgaben

  1. Was bilden sich bei einer aktiven Impfung?
    LösungAntikörper und Gedächtniszellen.
  2. Wann setzt man eine passive Impfung ein?
    LösungWenn sofortiger Schutz nötig ist, etwa nach einer Verletzung.
  3. Was ist Herdenimmunität?
    LösungSind genug Menschen geschützt, kann der Erreger sich nicht mehr verbreiten – das schützt auch Ungeimpfte.

Weiterführende Aufgaben

  1. Simuliert die Ausbreitung einer Krankheit in der Klasse mit 0, 50 und 90 Prozent Geimpften. Wie viele werden jeweils angesteckt?

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