Nervensystem
- Wie ist das Nervensystem aufgebaut?
- Wie schnell werden Signale weitergeleitet?
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Zum Ausprobieren: Stimulation eines Neurons
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Simulation von PhET Interactive Simulations, University of Colorado Boulder, lizenziert unter CC BY 4.0 (https://phet.colorado.edu)
Erkrankungen des menschlichen Nervensystems
Störungen des menschlichen Nervensystems äußern sich in verschiedenen Formen von Erkrankungen.
Wenn Gehirn und Nerven krank sind
Es gibts zahlreiche neurologische Erkrankungen, einige sind sehr selten, andere durchaus weiter verbreitet. Man unterteilt sie grob in Störungen des zentralen Nervensystems (ZNS) und des peripheren Nervensystems (PNS). Verursacht werden solche Krankheiten durch Verletzuonvertiert,ngen des Gehirns oder Rückenmarks, Gendefekte, Infektionen oder Gifte. Geisteskrankheiten zählen in der Regel nicht zu neurologischen Erkrankungen. Beispiele für neurologische Störungen: Alzheimer, Multiple Sklerose, Parkinson, Epilepsie und Schlaganfälle.
Multiple Sklerose (MS)

Bei MS handelt es sich um eine eher häufige Erkrankung des Nervensystems (in Mitteleuropa ca. einer unter 1000), die vor allem Frauen trifft. Zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr zeigen sich die ersten Symptome wie Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Gliedmaßen. Später kommt es zu Muskelschwäche sowie Sprach- und Persönlichkeitsstörungen. Geheilt werden kann MS bis heute nicht.
Ganz geklärt sind die Ursachen der Multiplen Sklerose nicht. Eine mögliche Ursache ist eine Autoimmunreaktion, bei der Immunzellen die Schwann'schen Zellen des ZNS angreifen. Dies führt zu zahlreichen Entzündungen, die immer in Schüben auftreten. Mit der Zeit sterben die Schann'schen Zellen ab und damit auch die Neuronen. Mit vorlaufender Erkrankung verstärken sich also auch die Symptome. An MS erkrankt zu sein, bedeutet aber nicht, am öffentlichen Leben nicht mehr teilnehmen zu können. Die Chance, dass der Krankheitsverlauf günstig ausfällt, besteht durchaus.
Alzheimer-Krankheit
Alzheimer ist ebenfalls eine sehr verbreitete Erkrankung. Sie tritt meist erst in der zweiten Lebenshälfte auf und hat über Jahre hinweg den Verlust geistiger Fähigkeiten zur Folge. Das Versagen von Körperfunktionen ist ebenfalls möglich. Man vermutet, dass die Ablagerung von unlöslichen Proteinen und Aluminium mit der Erkrankung im Zusammenhang stehen. Außerdem gibt es verschiedenste Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, Cholesterin oder eine Variante des Gens für ApoE, die zur Erkrankung führen können. Ganz geklärt sind die Ursachen für Alzheimer nicht.
Parkinson-Syndrom
Parkinson ist bekannt als die Schüttellähmung. Der Patient ist nicht in der Lage, seine Gliedmaßen richtig zu steuern. Das Absterben von bestimmten Neuronen des Großhirns, die Dopamin herstellen, gilt als Ursache. Geheilt werden kann Parkinson nicht. Dafür können viele Symptome behandelt werden, indem eine Vorstufe des Dopamins verabreicht wird.
Erklärung von Serlo Education e. V., lizenziert unter CC BY-SA 4.0 – Original bei Serlo, CC BY-SA 4.0, übernommen am 2026-09-03.
Schlau Fassung
Das Nervensystem
- Das Nervensystem empfängt Reize, verarbeitet sie und steuert die Reaktion – schneller als jedes andere Steuerungssystem des Körpers.
- Zentrales Nervensystem (ZNS): Gehirn und Rückenmark. Peripheres Nervensystem: alle Nerven, die von dort in den Körper führen.
- Willkürlich steuerbar sind die Skelettmuskeln. Das vegetative Nervensystem arbeitet unwillkürlich: Herzschlag, Verdauung, Atmung.
- Der Sympathikus stellt den Körper auf Anstrengung ein (Herz schneller, Pupillen weit), der Parasympathikus auf Ruhe und Verdauung.
- Signalweg: Sinneszelle → sensible Nervenzelle → ZNS → motorische Nervenzelle → Muskel.
- Geschwindigkeit: bis zu 120 Meter pro Sekunde, also über 400 km/h – deshalb reagiert man, bevor man nachgedacht hat.
Aufgaben
- Was gehört zum ZNS?
Lösung
Gehirn und Rückenmark. - Welcher Teil wirkt bei Anspannung, welcher bei Ruhe?
Lösung
Sympathikus bzw. Parasympathikus. - Wie schnell werden Signale weitergeleitet?
Lösung
Bis zu 120 m/s.
Weiterführende Aufgaben
- Führt den Lineal-Fall-Test zur Reaktionszeit durch und rechnet sie aus.
- Zeichnet den Weg eines Signals von der Haut bis zum Muskel.