Antibiotika und Resistenz
Der Mensch
Klasse 9
- Wie wirkt ein Antibiotikum?
- Wie entsteht eine Resistenz – und warum ist sie ein Problem?
Schlau Fassung
Antibiotika und Resistenz
- Antibiotika greifen Strukturen an, die nur Bakterien haben – die Zellwand, die bakterielle Eiweißherstellung, ihre DNA-Vermehrung. Menschliche Zellen bleiben verschont, weil sie diese Strukturen nicht besitzen.
- Penicillin, 1928 von Alexander Fleming zufällig entdeckt, war das erste. Es stört den Aufbau der Zellwand; ohne sie platzt die Zelle.
- ⛔ Resistenz entsteht durch Auslese, nicht durch Gewöhnung. In jeder großen Bakterienpopulation gibt es durch zufällige Mutation einige unempfindliche. Das Antibiotikum tötet alle anderen – und übrig bleiben genau die, die es überstehen. Sie vermehren sich ungestört weiter.
- Bakterien geben Resistenzgene sogar weiter – über Plasmide, auch zwischen verschiedenen Arten. Deshalb breiten sich Resistenzen schneller aus, als eine Neuentwicklung nachkommt.
- Was jeder tun kann: Antibiotika nur bei bakteriellen Infektionen nehmen, die Packung bis zum Ende einnehmen (sonst überleben die widerstandsfähigsten), keine Reste weiterverwenden.
- Und in der Tierhaltung: Der massenhafte Einsatz in der Landwirtschaft ist eine der wichtigsten Quellen resistenter Keime.
Aufgaben
- Warum schadet ein Antibiotikum unseren Zellen nicht?
Lösung
Es greift Strukturen an, die nur Bakterien haben. - Erkläre, warum Resistenz eine Auslese ist.
Lösung
Zufällig unempfindliche Bakterien überleben die Behandlung und vermehren sich weiter. - Warum soll man die Packung aufbrauchen?
Lösung
Sonst überleben gerade die widerstandsfähigsten Bakterien.
Weiterführende Aufgaben
- Recherchiert, wie viele Antibiotika seit 2000 neu zugelassen wurden – und vergleicht die Zahl mit der Zeit vor 1980.