Rückmeldung geben und annehmen

Sprechen und Zuhören Klasse 7, 8, 9
  • Was unterscheidet Rückmeldung von Kritik?
  • Warum spricht man von sich selbst und nicht über den anderen?

Schlau Fassung

Rückmeldung geben und annehmen

  • Rückmeldung beschreibt, Kritik urteilt. „Ich habe dich in der letzten Reihe schwer verstanden“ ist eine Beobachtung. „Du nuschelst“ ist ein Urteil über eine Person – und hilft niemandem.
  • Drei Regeln fürs Geben: von sich selbst sprechen („mir ist aufgefallen“), konkret bleiben (eine Stelle nennen), und einen Vorschlag statt eines Vorwurfs machen.
  • Zuerst das Gelungene – nicht aus Höflichkeit, sondern weil man sonst nicht weiß, was man beibehalten soll. Danach höchstens zwei Punkte zum Weiterarbeiten. Mehr kann niemand umsetzen.
  • Vorher Kriterien vereinbaren. Wenn die Klasse weiß, worauf geachtet wird (Blickkontakt, Aufbau, Zeit), wird die Rückmeldung nützlich statt beliebig.
  • Annehmen heißt zuhören, nicht verteidigen. Nachfragen ist erlaubt („Welche Stelle meinst du?“), Rechtfertigen bringt nichts – die Wirkung war so, wie sie beschrieben wird.
  • Am Ende entscheidet man selbst, was man übernimmt. Rückmeldung ist ein Angebot, kein Befehl.

Aufgaben

  1. Formuliere um: „Dein Vortrag war langweilig.“
    Lösung„Mir ist es in der Mitte schwergefallen zu folgen – vielleicht hilft dort ein Beispiel.“
  2. Warum höchstens zwei Punkte zum Weiterarbeiten?
    LösungMehr lässt sich beim nächsten Mal nicht umsetzen.
  3. Was tut man beim Annehmen NICHT?
    LösungSich rechtfertigen – zuhören und höchstens nachfragen.

Weiterführende Aufgaben

  1. Legt vor der nächsten Vortragsrunde gemeinsam drei Kriterien fest und gebt danach Rückmeldung nur zu diesen dreien.

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