Frei sprechen statt vorlesen
Sprechen und Zuhören
Klasse 7, 8, 9
- Wie hält man Blickkontakt, ohne den Faden zu verlieren?
- Was tut man gegen Lampenfieber?
Schlau Fassung
Frei sprechen statt vorlesen
- Freies Sprechen heißt nicht auswendig lernen. Es heißt: Der Gedanke ist im Kopf, die Worte entstehen beim Sprechen. Auswendiggelerntes bricht zusammen, sobald ein Satz fehlt.
- Blickkontakt in den Raum, nicht auf eine Person. Der Blick wandert langsam – links, Mitte, rechts. Wer nur eine Person ansieht, macht sie verlegen und schließt die anderen aus.
- Langsamer sprechen, als es sich anfühlt. Aufregung beschleunigt; wer sich beim Sprechen zu langsam vorkommt, ist meist gerade richtig.
- Pausen sind ein Mittel, kein Fehler. Eine Pause nach einem wichtigen Satz lässt ihn wirken – und gibt Zeit, den nächsten zu finden. Sie ersetzt jedes „ähm“.
- Stehen und Hände: beide Füße auf dem Boden, aufrecht, Hände frei und sichtbar. Nicht an der Karte kneten, nicht in die Hosentaschen.
- Gegen Lampenfieber hilft nur Vorbereitung: zweimal laut üben, den ersten Satz auswendig können (er trägt über den Anfang), vorher tief durchatmen. Aufgeregtsein ist normal – man sieht es weit weniger, als man es fühlt.
Aufgaben
- Warum ist auswendig gelernt schlechter als frei gesprochen?
Lösung
Fehlt ein Satz, bricht der ganze Text zusammen. - Was tut man gegen „ähm“?
Lösung
Eine Pause machen – sie wirkt souverän und schafft Zeit. - Warum sollte der erste Satz sitzen?
Lösung
Er trägt über die nervösesten Sekunden hinweg.
Weiterführende Aufgaben
- Nehmt euren Vortrag mit dem Handy auf und hört ihn ab. Zählt die „ähm“ und die Pausen – und wiederholt es nach einer Woche Übung.