Verlaufs- und Ergebnisprotokoll
Texte schreiben
Klasse 7, 8
- Wann braucht man welche Form?
- Warum ist das Ergebnisprotokoll meistens die bessere Wahl?
Schlau Fassung
Verlaufs- und Ergebnisprotokoll
- Das Verlaufsprotokoll folgt der Sitzung Schritt für Schritt: Wer hat wann was gesagt, wie ist die Diskussion verlaufen. Es zeigt den Weg zur Entscheidung.
- Das Ergebnisprotokoll lässt den Weg weg und hält nur fest, was herausgekommen ist: die Beschlüsse, die Aufgaben, die Termine.
- Wann welches: Verlauf, wenn die Begründungen wichtig sind (Gericht, strittige Entscheidung, Versuch, bei dem der Ablauf zählt). Ergebnis in fast allen anderen Fällen – es ist kürzer und wird deshalb auch wirklich gelesen.
- Die Mischform ist üblich: knappe Zusammenfassung der Diskussion, dann der Beschluss vollständig und hervorgehoben.
- Das Versuchsprotokoll in Physik, Chemie und Biologie ist ein Sonderfall mit fester Gliederung: Frage, Material, Aufbau, Durchführung, Beobachtung, Auswertung. Beobachtung und Auswertung bleiben getrennt – was man sieht, ist noch nicht, was es bedeutet.
Aufgaben
- Welche Form passt zu einem Klassenrat, der Aufgaben verteilt?
Lösung
Das Ergebnisprotokoll – entscheidend ist, wer was übernimmt. - Wann ist ein Verlaufsprotokoll nötig?
Lösung
Wenn die Begründungen und der Gang der Diskussion später nachvollziehbar sein müssen. - Warum trennt man im Versuchsprotokoll Beobachtung und Auswertung?
Lösung
Die Beobachtung ist das, was tatsächlich geschah; die Auswertung ist die Deutung. Wer beides mischt, kann einen Irrtum später nicht mehr finden.
Weiterführende Aufgaben
- Schreibt zu derselben Sitzung beide Formen und vergleicht die Länge. Welche würdet ihr in vier Wochen lieber lesen?