Metrum und Rhythmus

Literatur verstehen Klasse 8
  • Wie findet man das Metrum eines Gedichts?
  • Welche Wirkung hat ein regelmäßiges Versmaß?

Schlau Fassung

Metrum und Rhythmus

  • Das Metrum (Versmaß) ist die regelmäßige Abfolge betonter und unbetonter Silben. Man findet es, indem man den Vers laut spricht und klopft.
  • Jambus: unbetont – betont (daDA), wie in „Ich ging im Walde …“. Wirkt vorwärtsdrängend; das häufigste Versmaß im Deutschen.
  • Trochäus: betont – unbetont (DAda), wie in „Sah ein Knab ein Röslein stehn“. Wirkt fallend, liedhaft.
  • Daktylus: betont – unbetont – unbetont (DAdada), wirkt schwingend, tänzerisch. Anapäst: die Umkehrung (dadaDA).
  • Man notiert es mit x (unbetont) und X (betont) oder mit Bögen und Strichen.
  • Wirkung: Ein durchgehaltenes Metrum erzeugt Ruhe und Ordnung; ein gebrochenes lenkt die Aufmerksamkeit genau auf die Stelle, an der es bricht. Diese Brüche sind für die Deutung oft die interessantesten Stellen.

Aufgaben

  1. Bestimme das Metrum: „Sah ein Knab ein Röslein stehn“.
    LösungTrochäus.
  2. Bestimme das Metrum: „Es war einmal ein alter Mann“.
    LösungJambus.
  3. Was bedeutet ein Bruch im Metrum für die Deutung?
    LösungEr hebt die Stelle hervor – dort geschieht meist inhaltlich etwas Wichtiges.

Weiterführende Aufgaben

  1. Klopfe drei Gedichtanfänge mit und notiere das Metrum. Welches Gedicht ist am regelmäßigsten?

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