Literaturepochen
Literatur verstehen
Klasse 10
- Wozu ordnet man Literatur in Epochen?
- Welche Epochen sollte man kennen?
Themen in diesem Bereich
Schlau Fassung
Literaturepochen
- Epochen fassen Werke zusammen, die zu einer Zeit entstanden und ähnliche Fragen stellen. Sie sind Hilfsmittel zum Ordnen – keine scharfen Grenzen; Epochen überlappen sich.
- Warum das hilft: Ein Text wird verständlicher, wenn man weiß, worauf er antwortet. „Die Räuber“ liest sich anders, wenn man weiß, dass Schiller gegen die Enge einer Fürstenherrschaft anschrieb.
- Überblick: Barock (1600–1720, Vergänglichkeit), Aufklärung (1720–1785, Vernunft), Sturm und Drang (1765–1785, Gefühl und Freiheit), Klassik (1786–1805, Maß und Humanität), Romantik (1795–1848, Sehnsucht und Fantasie).
- 19. Jahrhundert: Realismus (1848–1890, genaue Beobachtung), Naturalismus (1880–1900, soziale Wirklichkeit).
- 20. Jahrhundert: Expressionismus (1910–1925), Exilliteratur, Trümmerliteratur (nach 1945), Gegenwartsliteratur.
- Jede Epoche antwortet auf ihre Zeit: Krieg, Revolution, Industrialisierung, Technik. Deshalb gehören Geschichte und Literatur zusammen.
Aufgaben
- Ordne zu: Vernunft – Gefühl – Maß und Humanität.
Lösung
Aufklärung – Sturm und Drang – Klassik. - Warum sind Epochengrenzen ungenau?
Lösung
Autoren schreiben weiter, Strömungen laufen nebeneinander. - Welche Epoche folgt unmittelbar auf den Zweiten Weltkrieg?
Lösung
Die Trümmerliteratur.
Weiterführende Aufgaben
- Lege eine Zeitleiste an und trage fünf Epochen mit je einem Werk ein.
- Suche zu einer Epoche ein Bild aus der Kunst derselben Zeit. Passen sie zusammen?