Aufklärung und Sturm und Drang
Literatur verstehen
Klasse 10
- Wogegen richtete sich der Sturm und Drang?
- Was wollte die Aufklärung?
Schlau Fassung
Aufklärung und Sturm und Drang
- Die Aufklärung (etwa 1720–1785) setzte auf Vernunft: Der Mensch soll selbst denken, statt Autoritäten zu folgen. Ziele waren Bildung, Toleranz und die Kritik an Willkürherrschaft.
- Formen: Lehrstück, Fabel, bürgerliches Trauerspiel. Lessings „Nathan der Weise“ mit der Ringparabel ist ihr bekanntestes Werk – ein Plädoyer für religiöse Toleranz.
- Der Sturm und Drang (1765–1785) war die Bewegung junger Autoren, die der Vernunft das Gefühl entgegensetzten: Leidenschaft, Natur, Freiheit, Genie.
- Er richtete sich gegen Regeln in der Dichtung und gegen die Enge der Ständegesellschaft.
- Werke: Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“ (1774), Schillers „Die Räuber“ (1781).
- Beide Bewegungen gehören zusammen: Der Sturm und Drang ist keine Absage an die Aufklärung, sondern ihr ungeduldiger Teil – er will die Freiheit sofort.
Aufgaben
- Welches Werk gehört wohin: „Nathan der Weise“ – „Die Räuber“?
Lösung
Aufklärung · Sturm und Drang. - Was ist die Ringparabel?
Lösung
Eine Erzählung in „Nathan der Weise“, nach der keine Religion beweisen kann, die einzig wahre zu sein. - Nenne zwei Ideale des Sturm und Drang.
Lösung
Gefühl und Freiheit; dazu Natur und Genie.
Weiterführende Aufgaben
- Lies die Ringparabel und formuliere ihre Aussage in drei Sätzen. Welche Bedeutung hat sie heute?