Die Debatte nach festen Regeln
Sprechen und Zuhören
Klasse 9, 10
- Wie ist eine Debatte aufgebaut?
- Warum sind feste Redezeiten fair?
Schlau Fassung
Die Debatte nach festen Regeln
- Eine Debatte hat eine klare Streitfrage, die sich mit Ja oder Nein beantworten lässt: „Soll an unserer Schule das Handy verboten werden?“ Vier Personen debattieren – zwei dafür, zwei dagegen.
- Der Ablauf in drei Runden (Muster „Jugend debattiert“): Eröffnungsrunde – jede Person zwei Minuten am Stück, in fester Reihenfolge. Freie Aussprache – etwa zwölf Minuten, offenes Gespräch. Schlussrunde – jede Person eine Minute, ohne Unterbrechung.
- Feste Redezeiten sind das Kernstück. Sie sorgen dafür, dass jeder gleich viel Raum hat – nicht der Lauteste am meisten. Wer unterbricht, verliert Punkte.
- Die Positionen werden zugelost, nicht gewählt. Man vertritt also oft, was man selbst nicht glaubt – und lernt dabei die Gegenseite wirklich kennen.
- Bewertet wird in vier Feldern: Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit, Überzeugungskraft. Bemerkenswert: Nur eines davon fragt nach dem Wissen – die anderen drei nach dem Umgang miteinander.
Aufgaben
- Nenne die drei Runden einer Debatte.
Lösung
Eröffnungsrunde, freie Aussprache, Schlussrunde. - Warum werden die Positionen zugelost?
Lösung
Damit alle üben, auch eine fremde Position zu vertreten – das schärft das Verständnis für die Gegenseite. - Nenne die vier Bewertungsfelder.
Lösung
Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit, Überzeugungskraft.
Weiterführende Aufgaben
- Führt eine vollständige Debatte zu einer Schulfrage durch – mit Uhr, Losverfahren und einer Jury aus der Klasse.