Fette als Ester

Übergreifend Klasse 10
  • Warum sind Fette Ester?
  • Was unterscheidet gesättigte von ungesättigten Fetten?

Schlau Fassung

Fette als Ester

  • Ein Fett ist ein dreifacher Ester: ein Molekül Glycerin (dreiwertiger Alkohol) verestert mit drei Fettsäuren. Deshalb heißen Fette auch Triglyceride.
  • Die Fettsäuren bestimmen die Eigenschaften. Sind sie gesättigt (keine Doppelbindung), liegen die Ketten gerade und dicht beieinander – das Fett ist fest (Butter, Kokosfett).
  • Ungesättigte Fettsäuren sind geknickt (cis-Doppelbindung). Die Ketten passen schlechter zusammen, die Anziehung ist geringer – das Fett ist flüssig (Olivenöl, Rapsöl).
  • Härtung: Durch Addition von Wasserstoff an die Doppelbindungen wird ein Öl fest. Dabei können unerwünschte Transfette entstehen.
  • Verseifung: Kocht man Fett mit Natronlauge, spaltet es sich in Glycerin und die Natriumsalze der Fettsäuren – das ist Seife. Ihr Molekül hat einen wasserliebenden Kopf und einen fettliebenden Schwanz; deshalb kann sie beides verbinden und Schmutz lösen.
  • Essenzielle Fettsäuren (Omega-3, Omega-6) kann der Körper nicht selbst herstellen – sie müssen mit der Nahrung kommen.

Aufgaben

  1. Aus welchen Bausteinen besteht ein Fett?
    LösungAus Glycerin und drei Fettsäuren.
  2. Warum ist Olivenöl flüssig, Butter aber fest?
    LösungOlivenöl enthält geknickte ungesättigte Fettsäuren, die schlechter zusammenpassen.
  3. Wie entsteht Seife?
    LösungDurch Verseifung – Kochen von Fett mit Natronlauge.

Weiterführende Aufgaben

  1. Stellt Seife aus Speisefett und Natronlauge her (mit Schutzbrille) und prüft ihre Wirkung an einem Fettfleck.

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