Wahlbeteiligung und Nichtwähler

Demokratie und Grundrechte Klasse 9, 10
  • Warum gehen Menschen nicht wählen?
  • Was folgt daraus?

Schlau Fassung

Wahlbeteiligung und Nichtwähler

  • Die Beteiligung an Bundestagswahlen liegt meist zwischen 70 und 80 %, bei Kommunal- und Europawahlen deutlich niedriger.
  • Gründe für das Fernbleiben: Unzufriedenheit mit dem Angebot, das Gefühl, „es ändert sich ja doch nichts“, fehlende Information, aber auch Zufriedenheit und Gleichgültigkeit.
  • Die Beteiligung ist sozial ungleich verteilt: In Stadtteilen mit niedrigen Einkommen wird deutlich seltener gewählt als in wohlhabenden.
  • Die Folge ist ein Kreislauf: Wer nicht wählt, wird in der Politik weniger beachtet – und fühlt sich noch weniger vertreten.
  • Ob eine Wahlpflicht (wie in Belgien) sinnvoll wäre, ist umstritten: Sie erhöht die Beteiligung, steht aber in Spannung zur Freiheit der Wahl.

Aufgaben

  1. Nenne zwei Gründe für Nichtwählen.
    LösungZum Beispiel Unzufriedenheit mit dem Angebot und das Gefühl fehlender Wirkung.
  2. Was bedeutet die soziale Ungleichheit der Beteiligung?
    LösungIn ärmeren Stadtteilen wird deutlich seltener gewählt.
  3. Nenne ein Argument für und eines gegen die Wahlpflicht.
    LösungFür: höhere und gleichere Beteiligung. Gegen: Einschränkung der Wahlfreiheit.

Weiterführende Aufgaben

  1. Vergleicht die Wahlbeteiligung zweier Stadtteile eurer Stadt und sucht Erklärungen für den Unterschied.

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