Die Fünf-Prozent-Hürde
Demokratie und Grundrechte
Klasse 9
- Warum gibt es die Fünf-Prozent-Hürde?
- Welche Nachteile hat sie?
Schlau Fassung
Die Fünf-Prozent-Hürde
- Eine Partei zieht nur dann in den Bundestag ein, wenn sie mindestens 5 % der Zweitstimmen erhält – oder drei Direktmandate gewinnt (Grundmandatsklausel).
- Der Grund ist eine Lehre aus Weimar: Damals zersplitterte der Reichstag in viele Kleinparteien, stabile Mehrheiten waren kaum möglich.
- Vorteil: Das Parlament bleibt arbeitsfähig, Regierungsbildung wird einfacher.
- Nachteil: Stimmen für kleine Parteien wirken nicht – bei einer Bundestagswahl können das Millionen sein. Das steht in Spannung zur Gleichheit der Wahl.
- Bei Kommunalwahlen in NRW gibt es keine solche Hürde. Deshalb sitzen in Stadträten auch sehr kleine Gruppen.
Aufgaben
- Wie hoch ist die Hürde bei der Bundestagswahl?
Lösung
Fünf Prozent der Zweitstimmen. - Aus welcher Erfahrung stammt sie?
Lösung
Aus der Zersplitterung des Weimarer Reichstags. - Nenne den wichtigsten Einwand gegen die Hürde.
Lösung
Viele Stimmen bleiben ohne Wirkung – das steht in Spannung zur Wahlgleichheit.
Weiterführende Aufgaben
- Rechnet an einem Wahlergebnis aus, wie viele Stimmen an der Hürde gescheitert sind.