Von der Stimme zum Sitz

Demokratie und Grundrechte Klasse 9, 10
  • Wie werden aus Stimmen Sitze?
  • Was ist der Unterschied zwischen Mehrheits- und Verhältniswahl?

Schlau Fassung

Von der Stimme zum Sitz

  • Bei der Mehrheitswahl gewinnt, wer im Wahlkreis vorn liegt – alle anderen Stimmen dort wirken nicht. So wählt Großbritannien.
  • Bei der Verhältniswahl erhält jede Partei so viele Sitze, wie es ihrem Stimmenanteil entspricht. Das bildet den Wählerwillen genauer ab.
  • Deutschland verbindet beides: Erststimme (Mehrheitswahl im Wahlkreis) und Zweitstimme (Verhältniswahl) – die Verhältniswahl bestimmt das Ergebnis.
  • Umgerechnet wird mit einem Sitzzuteilungsverfahren (heute nach Sainte-Laguë). Es sorgt dafür, dass Bruchteile von Sitzen fair verteilt werden.
  • Weil keine Partei meist allein die Mehrheit hat, folgen Koalitionsverhandlungen: Zwei oder mehr Parteien einigen sich auf ein gemeinsames Programm.

Aufgaben

  1. Was kennzeichnet die Mehrheitswahl?
    LösungNur der Sieger eines Wahlkreises zieht ein; andere Stimmen wirken nicht.
  2. Welchen Vorteil hat die Verhältniswahl?
    LösungSie bildet den Wählerwillen genauer ab.
  3. Was ist eine Koalition?
    LösungEin Bündnis mehrerer Parteien zur Regierungsbildung.

Weiterführende Aufgaben

  1. Verteilt 100 Sitze auf ein fiktives Wahlergebnis – einmal nach Mehrheitswahl, einmal nach Verhältniswahl.

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