Wut und Angst
Ich und die Anderen
Klasse 5, 6
- Ist Wut etwas Schlechtes?
- Wozu ist Angst gut?
Schlau Fassung
Wut und Angst
- Wut ist die Reaktion auf eine überschrittene Grenze oder auf Ungerechtigkeit. Sie ist deshalb nicht schlecht – sie gibt Kraft und zeigt, dass mir etwas wichtig ist.
- Schlecht werden können die Handlungen aus Wut: verletzen, beschädigen, im Zorn sagen, was nicht zurückzunehmen ist.
- Hilfreich ist Zeit: Im Körper ebbt eine Wutwelle nach wenigen Minuten ab. Wer diese Minuten überbrückt (weggehen, atmen, später reden), entscheidet danach klarer.
- Angst warnt vor Gefahr und schützt. Problematisch wird sie, wenn sie vor Dingen warnt, die harmlos sind, oder wenn sie so groß wird, dass sie lähmt.
- Mut heißt deshalb NICHT, keine Angst zu haben. Mut heißt, trotz Angst zu handeln – bei Aristoteles liegt die Tapferkeit genau zwischen Feigheit und Tollkühnheit.
- Wenn Angst den Alltag bestimmt, ist das kein Charakterfehler, sondern ein Grund, mit Erwachsenen zu sprechen – Eltern, Lehrkräften, Beratungsstellen.
Aufgaben
- Worauf reagiert Wut?
Lösung
Auf eine überschrittene Grenze oder Ungerechtigkeit. - Was ist Mut nach Aristoteles?
Lösung
Die Mitte zwischen Feigheit und Tollkühnheit – handeln trotz Angst. - Wann ist Angst nicht mehr nützlich?
Lösung
Wenn sie vor Harmlosem warnt oder lähmt.
Weiterführende Aufgaben
- Sammelt Strategien, die euch in den ersten Minuten einer Wutwelle helfen, und prüft in der Gruppe, welche wirklich funktionieren.