Über Gefühle sprechen
Ich und die Anderen
Klasse 5, 6
- Warum fällt es schwer, über Gefühle zu reden?
- Wie sagt man etwas, ohne anzugreifen?
Schlau Fassung
Über Gefühle sprechen
- Über Gefühle zu sprechen ist unangenehm, weil man sich dabei zeigt. Wer sagt, dass ihn etwas getroffen hat, macht sich angreifbar – das ist keine Einbildung, sondern der Grund.
- Das brauchbarste Werkzeug ist die Ich-Botschaft: „Ich war traurig, als ich nicht gefragt wurde“ statt „Du bist gemein“. Der erste Satz lässt sich nicht bestreiten, der zweite lädt zum Streit ein.
- Eine Ich-Botschaft hat drei Teile: Beobachtung (was war), Gefühl (was es mit mir machte), Wunsch (was ich mir wünsche).
- Genauso wichtig ist das Zuhören: nachfragen statt sofort erklären, warum es nicht so gemeint war. Wer sich rechtfertigt, hört nicht mehr zu.
- Und es gilt eine Grenze: Niemand muss alles erzählen. Über Gefühle sprechen zu können heißt nicht, es immer und überall zu müssen.
Aufgaben
- Aus welchen drei Teilen besteht eine Ich-Botschaft?
Lösung
Beobachtung, Gefühl, Wunsch. - Warum ist „Ich war traurig“ besser als „Du bist gemein“?
Lösung
Das eigene Gefühl lässt sich nicht bestreiten, ein Vorwurf schon. - Was ist beim Zuhören wichtig?
Lösung
Nachfragen statt sich sofort zu rechtfertigen.
Weiterführende Aufgaben
- Formuliert drei typische Vorwürfe aus dem Schulalltag in Ich-Botschaften um und spielt beide Fassungen vor.