Gefühle und Gedanken
Ich und die Anderen
Klasse 5, 6
- Machen Gedanken Gefühle?
- Warum reagieren zwei Menschen auf dasselbe verschieden?
Schlau Fassung
Gefühle und Gedanken
- Zwischen dem, was passiert, und dem, was ich fühle, liegt ein Gedanke – meist so schnell, dass er nicht auffällt.
- Beispiel: Jemand grüßt nicht. Gedanke A: „Der mag mich nicht“ – ich bin gekränkt. Gedanke B: „Der hat mich nicht gesehen“ – mir ist es egal. Dasselbe Ereignis, zwei Gefühle.
- Diesen Zusammenhang beschrieb schon der Stoiker Epiktet: Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen über die Dinge.
- Daraus folgt keine Gefühlskontrolle auf Knopfdruck, aber ein Werkzeug: den Gedanken suchen und prüfen, ob er stimmt. Oft ist er nur eine Vermutung.
- Das erklärt auch, warum Menschen auf dasselbe verschieden reagieren – sie denken Verschiedenes dazu, oft aus Erfahrung.
Aufgaben
- Was liegt zwischen Ereignis und Gefühl?
Lösung
Ein Gedanke, also eine Deutung des Ereignisses. - Was sagt Epiktet über die Ursache von Beunruhigung?
Lösung
Nicht die Dinge beunruhigen, sondern die Meinungen über sie. - Warum reagieren Menschen auf dasselbe verschieden?
Lösung
Weil sie es verschieden deuten.
Weiterführende Aufgaben
- Nehmt eine Situation, die euch geärgert hat, und formuliert drei verschiedene Gedanken dazu. Welches Gefühl gehört zu welchem?