Perfekt und Plusquamperfekt

Sprache und Grammatik Klasse 6
  • Wann nimmt man „haben“, wann „sein“?
  • Wozu braucht man eine Vorvergangenheit?

Schlau Fassung

Perfekt und Plusquamperfekt

  • Das Perfekt wird aus einer Form von haben oder sein plus Partizip II gebildet: „Ich habe gelernt“, „Ich bin gelaufen“.
  • sein steht bei Verben der Bewegung und der Zustandsänderung (gehen, fahren, aufwachen, sterben) sowie bei „sein“ und „bleiben“. Sonst steht haben.
  • Das Perfekt ist die gesprochene Vergangenheitsform. Es zeigt außerdem, dass etwas bis in die Gegenwart wirkt: „Ich habe meinen Schlüssel verloren“ – er ist noch weg.
  • Das Plusquamperfekt entsteht genauso, nur mit hatte oder war: „Ich hatte gelernt“, „Ich war gelaufen“.
  • Es beschreibt die Vorvergangenheit – etwas, das vor einem anderen vergangenen Ereignis lag: „Er kam zu spät, weil er den Bus verpasst hatte.“
  • Ohne diese Form wäre die Reihenfolge zweier vergangener Ereignisse nicht auszudrücken.

Aufgaben

  1. haben oder sein? „Ich __ geschlafen.“ – „Ich __ eingeschlafen.“
    Lösunghabe · bin (Zustandsänderung).
  2. Bilde das Plusquamperfekt: „Er verlor den Schlüssel.“
    Lösung„Er hatte den Schlüssel verloren.“
  3. Erkläre den Unterschied: „Als ich kam, aß sie.“ – „Als ich kam, hatte sie gegessen.“
    LösungIm ersten Satz isst sie noch, im zweiten war das Essen schon vorbei.

Weiterführende Aufgaben

  1. Schreibe drei Sätze, in denen das Plusquamperfekt wirklich nötig ist – und prüfe, ob sie ohne es missverständlich wären.

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