Futur I und Futur II
Sprache und Grammatik
Klasse 6, 7
- Warum benutzt man im Deutschen oft das Präsens für die Zukunft?
- Was drückt Futur II aus?
Schlau Fassung
Futur I und Futur II
- Futur I wird mit werden und dem Infinitiv gebildet: „Ich werde morgen lernen.“
- Im Alltag benutzt man dafür meist das Präsens mit Zeitangabe: „Ich lerne morgen.“ Das ist kein Fehler, sondern die übliche Form.
- Futur I drückt außerdem eine Vermutung aus: „Er wird wohl krank sein“ – hier geht es nicht um Zukunft, sondern um eine Annahme über die Gegenwart.
- Futur II beschreibt etwas, das zu einem künftigen Zeitpunkt abgeschlossen sein wird: „Bis Freitag werde ich das Buch gelesen haben.“
- Gebildet wird es aus werden + Partizip II + haben/sein.
- Futur II ist selten und klingt in gesprochener Sprache gestelzt – man findet es vor allem in Prognosen und Vertragstexten.
Aufgaben
- Setze ins Futur I: „Wir fahren nach Berlin.“
Lösung
„Wir werden nach Berlin fahren.“ - Bilde Futur II: „Ich schreibe den Brief.“ (bis heute Abend)
Lösung
„Bis heute Abend werde ich den Brief geschrieben haben.“ - Welche Bedeutung hat „Sie wird jetzt zu Hause sein“?
Lösung
Eine Vermutung über die Gegenwart, keine Zukunft.
Weiterführende Aufgaben
- Schreibe fünf Sätze über dein Leben in zehn Jahren – dreimal im Präsens, zweimal im Futur I. Welche wirken sicherer?