Regelkreis Blutzucker

Der Mensch Klasse 8, 9
  • Warum darf der Blutzucker weder zu hoch noch zu tief sein?
  • Wie arbeiten Insulin und Glucagon gegeneinander – und warum ist das nötig?

Schlau Fassung

Der Regelkreis Blutzucker

  • Der Sollwert liegt nüchtern bei etwa 0,8 bis 1,2 Gramm Glucose je Liter Blut. Zu wenig heißt: das Gehirn bekommt zu wenig Brennstoff. Zu viel heißt: Zucker schädigt auf Dauer Gefäße und Nerven.
  • Nach dem Essen steigt der Wert. Die Bauchspeicheldrüse gibt Insulin ab. Insulin öffnet den Körperzellen die Aufnahme von Glucose und lässt die Leber Glucose als Glykogen speichern. Der Wert sinkt.
  • Beim Hungern sinkt der Wert. Dieselbe Drüse gibt Glucagon ab. Die Leber baut Glykogen wieder zu Glucose ab und gibt sie ins Blut. Der Wert steigt.
  • Zwei Gegenspieler sind nötig, weil ein einzelnes Hormon nur in eine Richtung schieben könnte. Erst das Paar hält einen Wert stabil – wie Gas und Bremse beim Fahren.
  • Negative Rückkopplung: Der sinkende Blutzucker bremst die Insulinabgabe. Das System hält sich dadurch selbst im Gleichgewicht, ohne dass jemand bewusst eingreift.

Aufgaben

  1. Beschreibe, was nach einem süßen Frühstück im Blut geschieht.
    LösungDer Blutzucker steigt, die Bauchspeicheldrüse gibt Insulin ab, Zellen nehmen Glucose auf, die Leber speichert Glykogen, der Wert sinkt.
  2. Warum ist Glucagon nötig, obwohl Insulin den Wert doch schon regelt?
    LösungInsulin senkt nur. Ohne Gegenspieler könnte der Wert bei langem Fasten nicht wieder angehoben werden.
  3. Zeichne den Regelkreis als Schema mit Messstelle, Drüse, Hormon und Wirkung.
    LösungBlut (Istwert) → Bauchspeicheldrüse (misst und entscheidet) → Insulin oder Glucagon → Leber und Körperzellen → veränderter Wert zurück zur Messstelle.

Weiterführende Aufgaben

  1. Nehmt eine Blutzuckerkurve nach einer Mahlzeit aus einer Fachquelle und beschriftet, an welcher Stelle Insulin und wo Glucagon wirkt.

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