Insulin aus Bakterien

Genetik und Evolution Klasse 10
  • Wie wurde Insulin vor der Gentechnik gewonnen?
  • Warum ist die heutige Herstellung besser?

Schlau Fassung

Insulin aus Bakterien

  • Bis 1982 kam Insulin aus Schlachthöfen – aus den Bauchspeicheldrüsen von Schweinen und Rindern. Für ein Jahr Behandlung brauchte es die Drüsen von etwa 50 Tieren.
  • Drei Probleme: die Menge war begrenzt, die Reinigung aufwendig – und tierisches Insulin unterscheidet sich geringfügig vom menschlichen, was bei manchen Menschen Abwehrreaktionen auslöste.
  • Seit 1982 wird es gentechnisch hergestellt: Das menschliche Insulin-Gen sitzt in einem Plasmid, das Bakterium liest es ab und produziert echtes menschliches Insulin. Es war das erste gentechnisch hergestellte Medikament überhaupt.
  • Die Vorteile sind eindeutig: beliebige Menge, gleichbleibende Qualität, keine Tiere nötig, und es ist mit dem körpereigenen identisch.
  • Der Ablauf: Die Bakterien wachsen in großen Fermentern, das Insulin wird abgetrennt und gereinigt. Es ist ein industrieller Prozess wie eine Brauerei – nur mit einem anderen Produkt.
  • Deshalb ist Insulin das Standardbeispiel: Hier ist der Nutzen unstrittig, und die ethische Frage stellt sich kaum – anders als bei Pflanzen oder Tieren.

Aufgaben

  1. Woher kam Insulin vor 1982?
    LösungAus den Bauchspeicheldrüsen von Schweinen und Rindern.
  2. Nenne zwei Vorteile der gentechnischen Herstellung.
    LösungBeliebige Menge und identisch mit menschlichem Insulin (auch: keine Tiere nötig).
  3. Warum gilt Insulin als unstrittiges Beispiel?
    LösungDer Nutzen ist klar, und es werden nur Bakterien verändert.

Weiterführende Aufgaben

  1. Rechnet aus, wie viele Tiere für 100 000 Behandlungsjahre nötig gewesen wären. Vergleicht mit einem Fermenter.

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