Gentechnik in der Landwirtschaft

Genetik und Evolution Klasse 10
  • Was soll gentechnisch verändertes Saatgut leisten?
  • Welche Einwände gibt es?

Schlau Fassung

Gentechnik in der Landwirtschaft

  • Drei Ziele werden verfolgt: Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge (Bt-Mais bildet ein Insektengift), Unempfindlichkeit gegen ein Unkrautmittel, und bessere Inhaltsstoffe (Goldener Reis mit Vitamin-A-Vorstufe).
  • Argumente dafür: höhere Erträge, weniger Pflanzenschutzmittel bei Bt-Pflanzen, Anpassung an Trockenheit, Bekämpfung von Mangelernährung.
  • Argumente dagegen: Resistenzen bei Schädlingen und Unkräutern nach einigen Jahren, Auskreuzung in Wildpflanzen, Abhängigkeit der Betriebe von wenigen Saatgutkonzernen, Verlust der Sortenvielfalt.
  • Die Argumente liegen auf verschiedenen Ebenen – biologisch, wirtschaftlich, ethisch. Wer nur eine Ebene betrachtet, führt eine unvollständige Diskussion. Das gilt für beide Seiten.
  • Rechtslage in der EU: Anbau nur mit Zulassung und praktisch kaum verbreitet; Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel. Fleisch von Tieren, die gentechnisch verändertes Futter bekommen haben, muss nicht gekennzeichnet werden – ein häufig übersehener Punkt.
  • Neue Verfahren wie CRISPR hinterlassen manchmal keine fremde DNA. Ob sie rechtlich als Gentechnik gelten, ist umstritten und wird derzeit neu geregelt.

Aufgaben

  1. Was ist Bt-Mais?
    LösungMais, der ein Insektengift eines Bakteriums selbst bildet.
  2. Nenne je ein Argument dafür und dagegen.
    LösungDafür: weniger Pflanzenschutzmittel. Dagegen: Resistenzbildung bei Schädlingen.
  3. Muss Fleisch gekennzeichnet werden, wenn das Tier GV-Futter bekam?
    LösungNein – das ist in der EU nicht vorgeschrieben.

Weiterführende Aufgaben

  1. Sammelt Argumente auf drei Karten: biologisch, wirtschaftlich, ethisch. Auf welcher Ebene liegt euer stärkstes?

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