Wer bin ich?

Ich und die Anderen Klasse 5, 6
  • Was macht mich zu dem Menschen, der ich bin?
  • Bin ich in zehn Jahren noch dieselbe Person?

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Schlau Fassung

Wer bin ich?

  • Die Frage „Wer bin ich?“ ist der erste Fragenkreis der Praktischen Philosophie. Sie klingt einfach und ist es nicht: Auf „Wie heißt du?“ gibt es eine Antwort, auf „Wer bist du?“ viele.
  • Zu einem Menschen gehören Äußeres (Name, Alter, Aussehen), Fähigkeiten (was ich kann), Beziehungen (zu wem ich gehöre) und Werte (was mir wichtig ist). Nichts davon allein ergibt die Person.
  • Der Fachbegriff dafür ist Identität: das, was mich von anderen unterscheidet und zugleich über die Zeit derselbe Mensch bleiben lässt.
  • Genau daran hängt eine alte philosophische Streitfrage: Ein Kind von sechs und ein Mensch von sechzig haben kaum eine Zelle gemeinsam und fast keine Erinnerung geteilt. Was macht sie trotzdem zu einer Person? Die einen sagen: die durchgehende Erinnerung. Die anderen: der Körper. Wieder andere: die Geschichte, die man über sich erzählt.
  • Fest steht nur: Identität ist nichts Fertiges. Sie entsteht mit – und das ist der Grund, warum diese Frage in Klasse 5 anders beantwortet wird als in Klasse 10.

Aufgaben

  1. Was bedeutet der Begriff Identität?
    LösungDas, was einen Menschen von anderen unterscheidet und ihn über die Zeit dieselbe Person bleiben lässt.
  2. Nenne vier Dinge, die zu einer Person gehören.
    LösungÄußeres, Fähigkeiten, Beziehungen, Werte.
  3. Warum ist die Frage „Wer bist du?“ schwerer als „Wie heißt du?“
    LösungWeil es darauf viele richtige Antworten gibt.

Weiterführende Aufgaben

  1. Schreibt zehn Sätze, die mit „Ich bin …“ beginnen. Streicht dann fünf durch – und begründet, warum ausgerechnet die anderen fünf bleiben durften.

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