Was eine Weltanschauung ist

Sinn und Lebensfragen Klasse 9, 10
  • Hat jeder Mensch eine Weltanschauung?
  • Woran merkt man die eigene?

Schlau Fassung

Was eine Weltanschauung ist

  • Jeder Mensch hat Grundannahmen, auch wer nie darüber nachgedacht hat: darüber, ob Menschen im Kern gut oder eigennützig sind, ob die Welt gerecht ist, ob sich Anstrengung lohnt.
  • Diese Annahmen sind selten geprüft. Sie stammen aus Familie, Erfahrung, Umgebung – und sie wirken, weil sie unbemerkt bleiben.
  • Merken lässt sich die eigene Weltanschauung an spontanen Urteilen: Wenn jemand Hilfe braucht, wenn etwas Ungerechtes passiert, wenn jemand Erfolg hat – die erste Reaktion verrät mehr als jede Erklärung.
  • Eine Weltanschauung leistet dreierlei: Sie ordnet (was gehört zusammen), sie orientiert (was ist zu tun) und sie tröstet (was trägt in schweren Zeiten).
  • Gefährlich wird sie, wenn sie geschlossen wird: wenn kein Einwand mehr zählt und jede Gegenerfahrung wegerklärt wird. Das ist derselbe Mechanismus wie bei Verschwörungserzählungen – und er kann jede Anschauung befallen, auch eine vernünftige.

Aufgaben

  1. Woher stammen die eigenen Grundannahmen?
    LösungAus Familie, Erfahrung und Umgebung.
  2. Woran merkt man die eigene Weltanschauung?
    LösungAn spontanen Urteilen.
  3. Wann wird eine Weltanschauung gefährlich?
    LösungWenn sie geschlossen wird und kein Einwand mehr zählt.

Weiterführende Aufgaben

  1. Notiert eure erste Reaktion auf drei kurze Fälle und leitet daraus ab, welche Grundannahme dahintersteckt.

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