Umgang mit Zukunftsängsten
Sinn und Lebensfragen
Klasse 9, 10
- Warum machen viele Jugendliche sich Sorgen um die Zukunft?
- Was hilft gegen lähmende Sorgen?
Schlau Fassung
Umgang mit Zukunftsängsten
- Zukunftsangst ist verbreitet und nicht unvernünftig: Klimakrise, Kriege, unsichere Berufswege und eine ständig verfügbare Nachrichtenlage geben genügend Anlass.
- Zu unterscheiden ist Sorge von Grübeln. Sorge führt zu einer Handlung; Grübeln dreht sich im Kreis, verbraucht Kraft und ändert nichts.
- Hilfreich ist die Frage nach dem Einflussbereich: Was kann ich beeinflussen, was nicht? Kraft in die zweite Gruppe zu stecken, ist der sicherste Weg zur Erschöpfung – ein alter stoischer Gedanke.
- Weiter helfen: Handeln (auch im Kleinen – Handeln senkt Angst zuverlässiger als Nachdenken), Gemeinschaft (mit anderen etwas tun), und Nachrichtenpausen, weil ständiger Nachrichtenkonsum die Angst erhöht, ohne zu informieren.
- Ebenso wichtig ist ein realistischer Blick: Vieles ist besser geworden – Kindersterblichkeit, Bildung, Armut weltweit. Das nimmt keinem Problem seine Schwere, korrigiert aber den Eindruck, alles gehe nur bergab.
- Und die Grenze: Wenn Angst den Alltag bestimmt, den Schlaf raubt oder lähmt, gehört sie besprochen – mit Eltern, Lehrkräften, Hausärztin oder der „Nummer gegen Kummer“ (116 111).
Aufgaben
- Was ist der Unterschied zwischen Sorge und Grübeln?
Lösung
Sorge führt zu einer Handlung, Grübeln dreht sich im Kreis. - Was hilft zuverlässiger gegen Angst als Nachdenken?
Lösung
Handeln, auch im Kleinen. - Wann sollte man Hilfe suchen?
Lösung
Wenn Angst den Alltag bestimmt oder den Schlaf raubt.
Weiterführende Aufgaben
- Teilt eure Sorgen in zwei Spalten – beeinflussbar und nicht beeinflussbar – und wählt aus der ersten Spalte eine Handlung aus.