Rollenbilder von Mann und Frau

Ich und die Anderen Klasse 7, 8
  • Woher kommen Erwartungen an Jungen und Mädchen?
  • Was ändert sich, wenn man sie nicht erfüllt?

Schlau Fassung

Rollenbilder von Mann und Frau

  • Rollenbilder sagen, wie jemand angeblich zu sein hat: „Jungen weinen nicht“, „Mädchen sind ordentlich“. Solche Sätze werden selten begründet – sie werden weitergegeben.
  • Weitergegeben werden sie durch Familie, Freundeskreis, Werbung, Filme und Spielzeug. Ein Blick in einen Katalog von vor vierzig Jahren zeigt das deutlicher als jede Erklärung.
  • Dass sie nicht naturgegeben sind, zeigt der Vergleich: In anderen Ländern und Zeiten galten andere Zuordnungen – Berufe, Farben, Aufgaben in der Familie haben mehrfach gewechselt.
  • Folgen hat das bis heute: unterschiedliche Berufswahl, ungleiche Verteilung von Sorgearbeit, Unterschiede im Verdienst. Über die Ursachen wird gestritten – dass es die Unterschiede gibt, ist messbar.
  • Wer ein Rollenbild nicht erfüllt, bekommt oft Druck: Spott, Ausschluss, Bemerkungen. Genau darin liegt ihre Macht – nicht in einem Gesetz.
  • Das Grundgesetz hält in Artikel 3 dagegen: Männer und Frauen sind gleichberechtigt, niemand darf wegen seines Geschlechts benachteiligt werden.

Aufgaben

  1. Nenne drei Wege, auf denen Rollenbilder weitergegeben werden.
    LösungZum Beispiel Familie, Werbung, Filme (auch Freundeskreis, Spielzeug).
  2. Woran erkennt man, dass Rollenbilder nicht naturgegeben sind?
    LösungSie unterscheiden sich zwischen Zeiten und Ländern.
  3. Was sagt Artikel 3 des Grundgesetzes dazu?
    LösungMänner und Frauen sind gleichberechtigt; niemand darf wegen des Geschlechts benachteiligt werden.

Weiterführende Aufgaben

  1. Untersucht Werbung für Kinderspielzeug: Welche Botschaft steckt in Farben, Motiven und Texten – und an wen richtet sie sich?

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