Pubertät und Selbstfindung

Ich und die Anderen Klasse 7, 8
  • Warum ist die Pubertät so anstrengend?
  • Was hat Selbstfindung mit Philosophie zu tun?

Schlau Fassung

Pubertät und Selbstfindung

  • In der Pubertät verändert sich der Körper, das Gehirn baut um, und die Bedeutung anderer Menschen verschiebt sich: Die Meinung Gleichaltriger wiegt plötzlich schwerer als die der Eltern.
  • Das erklärt vieles, was von außen wie Unvernunft aussieht: stärkere Stimmungswechsel, mehr Risikobereitschaft, das Bedürfnis nach Abgrenzung.
  • Philosophisch geht es dabei um Autonomie – wörtlich: sich selbst das Gesetz geben. Ein Kind übernimmt Regeln, ein Erwachsener soll sie prüfen. Dazwischen liegt genau diese Zeit.
  • Abgrenzung ist deshalb keine Undankbarkeit, sondern eine Aufgabe: Herausfinden, welche der übernommenen Werte die eigenen werden.
  • Anstrengend ist es, weil beides gleichzeitig gilt: mehr Freiheit wollen und noch Halt brauchen. Wer das ausspricht, streitet meist ruhiger.
  • Sinnvoll ist der Unterschied zwischen Abgrenzung (ich entscheide selbst) und Abwertung (die anderen sind blöd). Nur das Erste führt irgendwohin.

Aufgaben

  1. Was bedeutet Autonomie wörtlich?
    LösungSich selbst das Gesetz geben.
  2. Warum wiegt die Meinung Gleichaltriger in dieser Zeit schwerer?
    LösungWeil sich die Bedeutung der Bezugspersonen verschiebt.
  3. Was unterscheidet Abgrenzung von Abwertung?
    LösungAbgrenzung entscheidet selbst, Abwertung macht andere schlecht.

Weiterführende Aufgaben

  1. Nennt drei Regeln von zu Hause. Prüft jede: Würdet ihr sie selbst aufstellen – und mit welcher Begründung?

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