Leistung und Verteilung
Zusammenleben gestalten
Klasse 9, 10
- Ist es gerecht, dass Leistung mehr bringt?
- Was hat jemand selbst geleistet?
Schlau Fassung
Leistung und Verteilung
- Der Leistungsmaßstab ist verbreitet und einleuchtend: Wer sich mehr anstrengt, mehr kann oder mehr beiträgt, soll mehr bekommen. Er belohnt Anstrengung und schafft einen Anreiz.
- Der Einwand setzt bei den Voraussetzungen an: Talent ist nicht verdient. Elternhaus, Gesundheit, Sprache, Wohnort und Glück sind es ebenso wenig.
- Wenn aber ein großer Teil der Leistung auf unverdienten Voraussetzungen beruht, ist die Belohnung nur teilweise verdient. Über dieses „teilweise“ wird gestritten.
- Weiterhin schwierig: Wie misst man Leistung? Ein Pflegeberuf ist anstrengender als vieles, was besser bezahlt wird. Der Markt misst nicht Anstrengung, sondern Nachfrage und Verhandlungsmacht.
- Beide Seiten haben starke Gründe. Die philosophische Aufgabe ist nicht, sich zu entscheiden, sondern zu sagen, wie viel Ungleichheit man für begründbar hält – und warum.
Aufgaben
- Was spricht für den Leistungsmaßstab?
Lösung
Er belohnt Anstrengung und schafft Anreize. - Welcher Einwand wird gegen ihn erhoben?
Lösung
Talent und Herkunft sind nicht verdient. - Was misst der Markt statt Anstrengung?
Lösung
Nachfrage und Verhandlungsmacht.
Weiterführende Aufgaben
- Vergleicht zwei Berufe hinsichtlich Anstrengung, Ausbildung, Verantwortung und Verdienst – und diskutiert das Ergebnis.