Entschuldigung und Vergebung
Ich und die Anderen
Klasse 5, 6
- Was gehört zu einer echten Entschuldigung?
- Muss man verzeihen?
Schlau Fassung
Entschuldigung und Vergebung
- Eine echte Entschuldigung hat drei Teile: benennen, was man getan hat, anerkennen, dass es dem anderen geschadet hat, und ändern, was sich ändern lässt.
- Nicht dazu gehört das Wörtchen „aber“. „Tut mir leid, aber du hast angefangen“ ist keine Entschuldigung, sondern eine Fortsetzung des Streits.
- Genauso wenig zählt „Es tut mir leid, dass du dich verletzt fühlst“ – das schiebt die Sache dem anderen zu.
- Vergebung ist etwas anderes als Entschuldigung: Sie ist die Entscheidung des Verletzten, den Vorwurf nicht länger gegen den anderen zu erheben. Sie ist freiwillig – niemand hat ein Recht darauf.
- Vergeben heißt nicht vergessen und nicht gutheißen. Es heißt: Ich lasse es nicht mehr zwischen uns stehen.
- Und manchmal ist der ehrlichere Weg, es nicht zu tun. Auch das darf ausgesprochen werden.
Aufgaben
- Aus welchen drei Teilen besteht eine echte Entschuldigung?
Lösung
Benennen, anerkennen, ändern. - Warum ist „Tut mir leid, aber …“ keine Entschuldigung?
Lösung
Das „aber“ nimmt sie zurück und setzt den Streit fort. - Warum kann niemand Vergebung verlangen?
Lösung
Weil sie eine freiwillige Entscheidung des Verletzten ist.
Weiterführende Aufgaben
- Schreibt drei Entschuldigungen: eine echte, eine mit „aber“ und eine leere. Lasst die Klasse raten, welche welche ist.