Armut weltweit
Zusammenleben gestalten
Klasse 7, 8
- Wie viele Menschen leben in extremer Armut?
- Warum sind manche Länder arm?
Schlau Fassung
Armut weltweit
- Weltweit gilt als extrem arm, wer mit sehr wenig Geld pro Tag auskommen muss (die Weltbank legt dafür eine regelmäßig angepasste Grenze fest). Es sind mehrere Hundert Millionen Menschen.
- Die gute Nachricht wird selten erzählt: Der Anteil ist in den letzten Jahrzehnten stark gesunken. Die schlechte: Krisen, Kriege und Klimaschäden machen Fortschritte wieder zunichte.
- Ursachen sind vielfältig: Kriege, schwache Institutionen und Korruption, Naturkatastrophen und Dürre, hohe Schulden, ungleiche Handelsbedingungen und die Folgen des Kolonialismus.
- Armut ist mehr als wenig Geld. Sie bedeutet fehlende Bildung, fehlende medizinische Versorgung, keine Wahl und wenig Schutz vor Willkür – der Ökonom Amartya Sen spricht deshalb von fehlenden Verwirklichungschancen.
- Was hilft, ist umstritten: Direkte Hilfe rettet Leben, verändert aber selten Strukturen. Bildung, Gesundheit, faire Handelsbedingungen und Schuldenerleichterung wirken langsamer und tiefer.
Aufgaben
- Was bedeutet extreme Armut?
Lösung
Mit sehr wenig Geld pro Tag auskommen zu müssen – unterhalb einer festgelegten Grenze. - Nenne drei Ursachen weltweiter Armut.
Lösung
Zum Beispiel Krieg, Korruption, Dürre (auch Schulden, Handelsbedingungen, Kolonialismus). - Was meint Amartya Sen mit Verwirklichungschancen?
Lösung
Die tatsächlichen Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten.
Weiterführende Aufgaben
- Vergleicht zwei Hilfsansätze – direkte Nothilfe und langfristige Bildungsprojekte – und nennt Vor- und Nachteile beider.