Soziale Ungleichheit im 18. Jahrhundert
Mittelalter und frühe Neuzeit
Klasse 7
- Wie war die Gesellschaft Frankreichs gegliedert?
- Warum empfanden viele die Ordnung als ungerecht?
Schlau Fassung
Soziale Ungleichheit im 18. Jahrhundert
- Frankreich kannte drei Stände: Klerus (1. Stand), Adel (2. Stand) und der Rest – Bauern, Handwerker, Kaufleute, Bürgertum (3. Stand).
- Der dritte Stand stellte etwa 97 % der Bevölkerung, zahlte fast alle Steuern und hatte am wenigsten zu sagen.
- Erster und zweiter Stand waren weitgehend steuerbefreit und besetzten die hohen Ämter – unabhängig von ihren Fähigkeiten.
- Besonders empörend war das für das wohlhabende Bürgertum: gebildet, erfolgreich, aber von Rang und Amt ausgeschlossen.
- Bei den Abstimmungen der Generalstände zählte die Stimme je Stand – so konnten 3 % die 97 % überstimmen. Genau daran entzündete sich 1789 der Streit.
Aufgaben
- Wie viel Prozent gehörten zum dritten Stand?
Lösung
Etwa 97 %. - Warum war das Bürgertum besonders unzufrieden?
Lösung
Es war gebildet und wohlhabend, aber von Ämtern und Rang ausgeschlossen. - Was war am Abstimmungsverfahren ungerecht?
Lösung
Jeder Stand hatte eine Stimme, sodass 3 % die 97 % überstimmen konnten.
Weiterführende Aufgaben
- Rechnet nach: Wie hätte eine Abstimmung nach Köpfen statt nach Ständen ausgesehen?