Pest und Krise

Mittelalter und frühe Neuzeit Klasse 7
  • Welche Folgen hatte die Pest?
  • Warum wurden Sündenböcke gesucht?

Schlau Fassung

Pest und Krise

  • Zwischen 1347 und 1353 tötete der Schwarze Tod in Europa nach Schätzungen ein Drittel bis die Hälfte der Bevölkerung.
  • Die Ursache – ein Bakterium, übertragen über Flöhe und Ratten – war unbekannt. Man vermutete „schlechte Luft“ oder eine Strafe Gottes.
  • Aus dieser Ratlosigkeit erwuchs die Suche nach Sündenböcken: Es kam zu grausamen Judenverfolgungen, obwohl Juden ebenso starben. Das ist ein früher Fall eines Musters, das sich in der Geschichte wiederholt.
  • Folgen: Arbeitskräfte wurden knapp, Löhne stiegen, Höfe fielen wüst. Die Stellung der Bauern verbesserte sich vielerorts – eine Krise mit widersprüchlichen Wirkungen.
  • Städte begannen mit ersten Seuchenmaßnahmen: Quarantäne (40 Tage), Absperrungen, Gesundheitsämter.

Aufgaben

  1. Wie viele Menschen starben schätzungsweise?
    LösungEin Drittel bis die Hälfte der Bevölkerung Europas.
  2. Warum wurden Juden verfolgt?
    LösungSie wurden fälschlich beschuldigt; man suchte Schuldige für eine unerklärliche Katastrophe.
  3. Welche Folge hatte der Arbeitskräftemangel?
    LösungLöhne stiegen und die Stellung der Bauern verbesserte sich.

Weiterführende Aufgaben

  1. Vergleicht die Maßnahmen gegen die Pest mit heutigen Maßnahmen gegen Epidemien. Was ist gleich geblieben?

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