Führerprinzip und Volksgemeinschaft
Das 20. Jahrhundert
Klasse 9
- Was verbarg sich hinter der „Volksgemeinschaft“?
- Wie wirkte das Führerprinzip?
Schlau Fassung
Führerprinzip und „Volksgemeinschaft“
- Das Führerprinzip hob Beratung und Abstimmung auf: Befehl von oben, Gehorsam nach unten – vom Staat bis in Betrieb und Verein.
- Die „Volksgemeinschaft“ versprach die Überwindung von Klassen und Parteien. Sie beruhte aber auf Ausschluss: Wer nicht dazugehören sollte – Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, politische Gegner, Homosexuelle – verlor Rechte und Leben.
- Angebote wie „Kraft durch Freude“ (Urlaub, Sport, Konzerte) und die Senkung der Arbeitslosigkeit erzeugten Zustimmung. Die Arbeitsbeschaffung beruhte allerdings stark auf Aufrüstung und Schulden.
- Gewerkschaften wurden zerschlagen und durch die „Deutsche Arbeitsfront“ ersetzt; Streiks waren verboten.
- Diese Mischung aus Zustimmung und Zwang erklärt, warum das Regime so stabil war – und warum die Frage nach der Verantwortung Einzelner so schwer wiegt.
Aufgaben
- Worauf beruhte die „Volksgemeinschaft“?
Lösung
Auf dem Ausschluss und der Verfolgung bestimmter Gruppen. - Worauf beruhte der Rückgang der Arbeitslosigkeit?
Lösung
Vor allem auf Aufrüstung und Staatsschulden. - Was geschah mit den Gewerkschaften?
Lösung
Sie wurden 1933 zerschlagen und ersetzt.
Weiterführende Aufgaben
- Untersucht ein KdF-Werbeplakat und fragt, was es verspricht und wovon es ablenkt.