Die Nürnberger Gesetze

Das 20. Jahrhundert Klasse 9
  • Was regelten die Nürnberger Gesetze?
  • Was bedeutete das für die Betroffenen?

Schlau Fassung

Die Nürnberger Gesetze

  • Im September 1935 beschlossen: das „Reichsbürgergesetz“ und das „Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“.
  • Jüdinnen und Juden verloren die vollen Bürgerrechte; Ehen und Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden wurden verboten und bestraft.
  • Wer als „jüdisch“ galt, bestimmte der Staat nach der Zahl jüdischer Großeltern – eine Zuschreibung von außen, unabhängig vom eigenen Glauben und Selbstverständnis.
  • Für die Betroffenen bedeutete das Ausschluss aus dem Alltag: Berufs- und Studienverbote, Enteignung, Verlust von Vereinen, Freundschaften und Nachbarschaft.
  • Wichtig ist der Punkt: Der Völkermord begann nicht mit Mord, sondern mit Gesetzen, Formularen und Stempeln – von Fachleuten geschrieben, von Behörden ausgeführt.

Aufgaben

  1. Wann wurden die Gesetze beschlossen?
    LösungIm September 1935.
  2. Was verloren die Betroffenen?
    LösungDie vollen Bürgerrechte und viele berufliche und soziale Möglichkeiten.
  3. Warum ist wichtig, dass die Verfolgung mit Gesetzen begann?
    LösungWeil Unrecht auch in gesetzlicher Form auftreten kann und Behörden es ausführten.

Weiterführende Aufgaben

  1. Vergleicht die Nürnberger Gesetze mit Artikel 3 des Grundgesetzes und beschreibt den Gegensatz.

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