Die Novemberpogrome 1938

Das 20. Jahrhundert Klasse 9
  • Was geschah im November 1938?
  • Warum ist der Begriff „Reichskristallnacht“ problematisch?

Schlau Fassung

Die Novemberpogrome 1938

  • In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten im ganzen Reich Synagogen. Geschäfte und Wohnungen wurden zerstört, Menschen misshandelt und ermordet.
  • Rund 1400 Synagogen wurden zerstört, mindestens hunderte Menschen getötet, etwa 30 000 jüdische Männer in Konzentrationslager verschleppt.
  • Die Pogrome waren von der Partei organisiert und als spontane „Volkswut“ ausgegeben. Die Feuerwehr durfte nur Nachbargebäude schützen.
  • Danach wurden die Opfer auch noch zur Kasse gebeten: Eine „Sühneleistung“ von einer Milliarde Reichsmark und der vollständige Ausschluss aus dem Wirtschaftsleben folgten.
  • Der Begriff „Reichskristallnacht“ stammt aus der Sprache der Täter und verharmlost mit dem Bild zerbrochenen Glases. Deshalb sagt man heute Novemberpogrome.

Aufgaben

  1. Wann fanden die Pogrome statt?
    LösungIn der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938.
  2. Warum vermeidet man den Begriff „Reichskristallnacht“?
    LösungEr stammt von den Tätern und verharmlost die Gewalt.
  3. Was geschah nach den Pogromen?
    LösungDen Opfern wurde eine „Sühneleistung“ auferlegt und sie wurden aus der Wirtschaft ausgeschlossen.

Weiterführende Aufgaben

  1. Findet heraus, ob es in eurer Stadt eine Synagoge gab, was 1938 mit ihr geschah und woran heute erinnert wird.

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