Northern Ireland und der Konflikt
Wortschatz und Landeskunde
Klasse 9, 10
- Worum ging es bei den Troubles?
- Was hat das Karfreitagsabkommen erreicht?
Schlau Fassung
Northern Ireland und der Konflikt
- Bei der Teilung 1921 blieben sechs Grafschaften im Norden beim Vereinigten Königreich – dort lebte eine protestantische Mehrheit, die den Verbleib wollte.
- Zwei Gruppen, zwei Ziele: Unionists (überwiegend protestantisch) wollen bei Großbritannien bleiben; Nationalists (überwiegend katholisch) wollen die Vereinigung mit der Republik.
- ⛔ Es ist kein Religionskrieg. Die Konfession markiert die Gruppen, aber gestritten wird über Zugehörigkeit, Macht und Benachteiligung – bei Wohnung, Arbeit und Wahlrecht.
- The Troubles (etwa 1968–1998): rund 3 500 Tote in dreißig Jahren, bei einer Bevölkerung von 1,5 Millionen. Fast jede Familie war betroffen.
- Good Friday Agreement 1998: Machtteilung zwischen beiden Seiten, Entwaffnung, offene Grenze zur Republik. Es beendete die Gewalt weitgehend – die Trennung im Alltag (Schulen, Wohnviertel, peace walls) besteht vielerorts fort.
- Der Brexit hat die Frage neu gestellt: Die offene Grenze war Teil des Friedens; eine EU-Außengrenze mitten auf der Insel wollte niemand. Daraus entstand das Nordirland-Protokoll.
Aufgaben
- Was wollen Unionists, was Nationalists?
Lösung
Unionists den Verbleib im UK, Nationalists die Vereinigung mit der Republik. - Was regelte das Good Friday Agreement?
Lösung
Machtteilung, Entwaffnung und eine offene Grenze. - Warum berührt der Brexit den Frieden?
Lösung
Die offene Grenze war Teil der Vereinbarung; eine EU-Außengrenze auf der Insel hätte sie infrage gestellt.
Weiterführende Aufgaben
- Sucht Bilder von Wandbildern (murals) in Belfast. Welche Botschaft senden sie – und an wen?