Merkmale des Märchens
Literatur verstehen
Klasse 5
- Woran erkennt man ein Märchen?
- Welche Bedeutung haben die Zahlen drei und sieben?
Schlau Fassung
Merkmale des Märchens
- Feste Formeln: „Es war einmal …“ am Anfang, „… und wenn sie nicht gestorben sind …“ am Ende.
- Unbestimmte Zeit und Orte: ein Wald, ein Schloss, ein Dorf – nie ein wirklicher Ort, nie ein Datum.
- Zauber und Wunder gelten als selbstverständlich: sprechende Tiere, Hexen, Zauberdinge, Verwandlungen. Niemand wundert sich darüber.
- Klare Gegensätze: gut und böse, arm und reich, klug und dumm. Die Figuren haben keine Zwischentöne und meist keine Namen („der Müller“, „die Stiefmutter“).
- Magische Zahlen: drei Aufgaben, drei Wünsche, sieben Zwerge, sieben Jahre. Sie ordnen die Handlung und machen sie merkbar – wichtig für mündliche Überlieferung.
- Gutes Ende: Das Gute wird belohnt, das Böse bestraft. Genau das unterscheidet das Märchen von der Kurzgeschichte.
Aufgaben
- Nenne fünf Märchenmerkmale.
Lösung
Formeln, unbestimmte Zeit, Zauber, klare Gegensätze, magische Zahlen, gutes Ende. - Warum kommen die Zahlen drei und sieben so oft vor?
Lösung
Sie gliedern die Handlung und erleichtern das Erzählen aus dem Gedächtnis. - Warum haben viele Figuren keine Namen?
Lösung
Sie stehen für einen Typ, nicht für eine Person.
Weiterführende Aufgaben
- Prüfe ein Märchen auf alle Merkmale. Welches fehlt – und stört das?