Die Lehre einer Fabel

Literatur verstehen Klasse 6
  • Wie formuliert man die Lehre?
  • Warum steht sie manchmal nicht im Text?

Schlau Fassung

Die Lehre

  • Die Lehre (Moral) ist die allgemeine Aussage, die sich aus der Fabel ergibt. Sie gilt für Menschen, nicht für Tiere.
  • Formulieren heißt: vom Einzelfall zum Allgemeinen. Nicht „Der Fuchs hat den Raben ausgetrickst“, sondern „Wer sich schmeicheln lässt, wird leicht übervorteilt“.
  • Sie steht oft als letzter Satz – manchmal aber gar nicht. Dann ist es die Aufgabe des Lesers, sie zu formulieren; das ist der eigentliche Zweck der Fabel.
  • Viele Lehren sind zu Sprichwörtern geworden: „Eigenlob stinkt“, „Wer andern eine Grube gräbt …“.
  • Prüfung: Passt die Lehre auf alle Teile der Fabel? Und lässt sie sich auf eine menschliche Situation übertragen?
  • Eine gute Lehre ist ein Satz – keine Nacherzählung und keine Belehrung mit erhobenem Zeigefinger.

Aufgaben

  1. Formuliere die Lehre zu „Der Fuchs und der Rabe“.
    Lösung„Wer auf Schmeichelei hereinfällt, verliert, was er hat.“
  2. Was ist an „Der Rabe hat den Käse verloren“ als Lehre falsch?
    LösungEs ist der Einzelfall, keine allgemeine Aussage.
  3. Nenne ein Sprichwort, das als Lehre einer Fabel dienen könnte.
    LösungZ. B. „Hochmut kommt vor dem Fall.“

Weiterführende Aufgaben

  1. Schreibe eine Fabel ohne Lehre und lass deine Mitschülerinnen sie formulieren. Kommen alle auf dieselbe?

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