Einstellungsgrößen
Sachtexte und Medien
Klasse 8
- Welche Einstellungsgrößen gibt es – und wonach werden sie benannt?
- Wann setzt ein Film eine Großaufnahme ein?
Schlau Fassung
Einstellungsgrößen
- Die Einstellungsgröße sagt, wie viel vom Motiv im Bild ist – benannt wird sie nach dem Ausschnitt des menschlichen Körpers.
- Panorama / Weit: die Landschaft, Menschen sind winzig. Wirkung: Ort und Größenverhältnisse zeigen, oft am Anfang einer Szene (deshalb auch „Establishing Shot“).
- Totale: die ganze Figur mit Umgebung. Halbtotale: Figur von Kopf bis Fuß, wenig Umgebung. Amerikanisch: bis zu den Oberschenkeln – kommt aus dem Western, weil der Colt im Bild sein musste.
- Halbnah (Hüfte) und Nah (Brust): die Einstellungen des Gesprächs – man sieht Gestik und Gesicht zugleich.
- Groß (Kopf) und Detail (Auge, Hand, Gegenstand): Sie zwingen zum Hinsehen. Die Großaufnahme zeigt Gefühl, das Detail zeigt Bedeutung – ein Ring, eine zitternde Hand, ein Blick auf die Uhr.
- Der Wechsel erzählt mit: Ein Schnitt von der Totalen in die Großaufnahme holt den Zuschauer heran; der umgekehrte Weg entlässt ihn und schafft Distanz.
Aufgaben
- Welche Größe zeigt nur das Gesicht?
Lösung
Die Großaufnahme. - Wozu dient eine Weit-Einstellung am Szenenanfang?
Lösung
Sie zeigt den Ort und die Größenverhältnisse (Establishing Shot). - Was bewirkt der Schnitt von der Totalen in die Detailaufnahme?
Lösung
Er holt den Zuschauer heran und lenkt die Aufmerksamkeit auf eine Einzelheit.
Weiterführende Aufgaben
- Notiert für eine Zwei-Minuten-Szene jede Einstellungsgröße. Welche kommt am häufigsten vor – und warum wohl?