Auf Gegenargumente eingehen
Texte schreiben
Klasse 9, 10
- Warum soll man Gegenargumente überhaupt nennen?
- Wie entkräftet man eines fair?
Schlau Fassung
Gegenargumente
- Wer Gegenargumente nennt und ernst nimmt, wirkt glaubwürdiger – man merkt, dass er das Thema durchdacht hat.
- Muster: „Zwar … , aber …“ / „Es stimmt, dass … . Dennoch …“ / „Dem wird entgegengehalten, dass … . Allerdings …“
- Fair entkräften heißt: das Gegenargument in seiner stärksten Form wiedergeben und dann zeigen, warum es weniger wiegt.
- Unfair ist der Strohmann: Man erfindet eine schwache Version der Gegenposition und widerlegt diese. Das merkt jeder, der die Gegenseite kennt.
- Manche Gegenargumente lassen sich nicht entkräften. Dann ist es besser einzuräumen: „Dieser Einwand bleibt bestehen; er wiegt aber weniger schwer als …“
- In der dialektischen Erörterung ist dieses Vorgehen der ganze Aufbau; im Gespräch ist es der Unterschied zwischen Streit und Diskussion.
Aufgaben
- Entkräfte: „Wenn Handys erlaubt sind, spielen alle im Unterricht.“
Lösung
„Zwar besteht diese Gefahr, doch mit klaren Regeln und einer festgelegten Nutzungszeit lässt sie sich begrenzen.“ - Was ist ein Strohmann-Argument?
Lösung
Eine absichtlich verzerrte, schwache Fassung der Gegenposition. - Formuliere ein Zugeständnis, ohne die eigene Position aufzugeben.
Lösung
„Der Einwand ist berechtigt – er ändert jedoch nichts am Hauptargument, weil …“
Weiterführende Aufgaben
- Nimm eine eigene Position und schreibe die drei stärksten Gegenargumente auf. Welches kannst du nicht entkräften?